Dienstag, 14. März 2017

Eine fast erotische Heizungsgeschichte

Meine Begeisterung ist nicht mehr zu bremsen, meine Gastherme hat ihren Dienst quittiert, wahrscheinlich wegen allgemeiner Unlust, Langeweile oder keine Ahnung. Okay, stimmt nicht ganz, Warmwasser ging ja noch, nur eben die Heizung blieb ohne Funktion.

So kam es, dass ich heute morgen um 8:18 Uhr mit dem Heizungsmonteur meines Vertrauens telefonierte. Scheinbar habe ich in diesem Gespräch einen für Installateure riesigen Gag gemacht, oder ich weiß es nicht. Das Gespräch lief in etwa so ab:

Ich:Guten Morgen, meine Name ist Mahr, ich habe da ein Problem mit meiner Heizung, ich befürchte sie ist kaputt. 

Installateur: „Wie macht sich das bemerkbar?“ 

Ich: „Sie geht nicht?!“ 

Installateur....bricht fast zusammen vor lachen.

Weder lustig, noch funny! Für jemanden wie mich, dessen Verständnis für diese Art Technik so umfassend ist, wie für Nilpferde klassisches Ballett, ist dies eine mehr als detaillierte Aussage. Diese habe ich auch nur so genau vorgetragen, weil es sich um ein Telefonat handelte. Persönlich hätte ich auf diese Frage wohl mit einem verschränken der Arme vor dem Brustkorb und einem frieren imitierenden „brrrrrr“ geantwortet. Also bitte!

Daraufhin erklang vom anderen Ende der Leitung ein Satz, von diesem ich nicht gedachte hätte, dass ich ihn in diesem Leben jemals hören werde. Der Installateur sagte doch tatsächlich, er wäre so um 11 Uhr bei mir. Richtig gelesen, es gab nur eine Uhrzeit, kein Wochentag oder eine Monatsangabe, also nur drei Stunden später.

Da Handwerker nur in Dokumentarfilmen die bei Blue Movie laufen so schnell vor Ort sind, habe ich schon insgeheim darauf gehofft, die Firma würde mir eine Installateurin schicken die aussieht wie Emmanuelle .... Was soll ich sagen? Egon war pünktlich um 11 Uhr da. Irgendwie schade! 

Um es zu Ende zu bringen, nach gefühlten vier Stunden der Reparatur habe ich nun ein neues spektakulär aussehendes Thermostat/Bedienelement in meiner Wohnung, dass bei Gebrauch auch noch in einem wunderschönen Blau leuchtet, aber die Heizung geht trotzdem noch nicht. Und bevor ich es vergesse, auch die Aufbereitung von Warmwasser und der Schalter für den Notbetrieb der bis zum Zeitpunkt vor der Reparatur noch funktionsfähig war, haben nun ebenfalls jegliche Arbeit eingestellt. Ich mag das deutsche Handwerk!

Freitag, 10. März 2017

Frisör for one - der 18. Geburtstag

„Kinder sind eine solche Bereicherung.“ Ich weiß nicht von wem dieses Zitat stammt, oder aus welcher Zeit es ist, ich weiß nur, dass derjenige der es erfunden hat nie mit seiner Tochter beim Frisör war. Soviel steht fest.

Ich sollte am Anfang dieser Odyssee beginnen. Mittwoch, 03:30 Uhr, ein bis dahin völlig normaler Nachmittag im März, als wir den Frisörsalon betraten. Ganz so normal war dieser Tag dann doch nicht, es war der 18. Geburtstag meiner Lieblingstochter. Welch Kunststück, hab nur das eine Kind. Auf der Fahrt dahin, googelte die nunmehr seit einigen Stunden volljährige Alleinerbin alle möglichen Frisuren. Ihre kurze und aussagekräftige Eingabe im Feld der Suchmaschine lautete: „geile Kurzhaarfrisuren“

Meine hochgezogenen Augenbrauen wurden mit einem ungläubigen „ernsthaft, das hast du jetzt nicht so gegoogelt?!?“ untermalt. Doch, dies hatte sie tatsächlich. Das ist der Moment, wo dir als Vater der Gedanke in den Sinn kommt, dass du eventuell die DNA checken lassen solltest.

Die Wahl meiner zauberhaften Ablegerin fiel auf eine Frisur mit unterschiedlichen Haarlängen, in den Farben lila und grau. Mein erster Gedanke: „Lila, sehr schöne Farbe wenn du die Milka Kuh bist. Väter sind davon eher nicht so schnell zu überzeugen.“ Es half alles nichts. Selbst eine Drohung, dass sie mit ihren 155 cm Körpergröße noch immer aufrecht in die Babyklappe passen würde, konnte sie nicht umstimmen.

Was auch nichts half, war das lautstarke protestieren meines Milka Kälbchens mit den Worten diese sie Hilfe suchend an die Frisörin richtete: „Mein Vater mobbt mich!“ Nachdem ich die Drohung mit der Babyklappe noch einige male wiederholte, schaute sie mich mit dem treuesten Hundewelpenblick den sie in ihrem Repertoire hatte an und sagte mit der traurigsten Stimme die je ein Mensch hervorbrachte: „Würdest du mich wirklich hergeben?“ Oh ha, jetzt zog sie also mit schweren Waffen ins Feld. Dem hast du als Vater nichts entgegenzusetzen. Dein ohnehin nur gespielter böser Blick bricht zusammen wie ein Kartenhaus, wenn du in die wohl schönsten Kulleraugen auf diesem Planeten blickst während dich selbige dermaßen treudoof anstarren. Mit der Erkenntnis, dass ich dieses Runde haushoch verloren hatte, antwortete ich kleinlaut: „Natürlich nicht!“ Ihres Sieges bewusst drehte sie sich zufrieden zurück in Richtung Spiegel und grinste triumphierend. Hinterhältiges kleines Biest!

Nach der lächerlichen Zeitspanne von dreieinhalb Stunden hatten wir den Salon auch schon wieder verlassen. Ein kleiner Augenblick für die Menschheit, eine ewig langer für einen Vater. Nervlich am Ende und nach Begleichung der Rechnung mit einem noch schlechteren Rating als Griechenland, saß ich nun mit dem glücklichsten Kind der Welt wieder im Auto. Hier wurde ich dann so lange verhört, bis ich zugab, dass das Ergebnis, im Gegensatz zu meiner vorherigen Annahme, sogar richtig gut aussah. Das liegt bestimmt an der natürlichen Schönheit meiner bezaubernden Tochter und nicht an der neuen Frisur. Was soll ich sagen?: „Ganz der Vater!“ DNA-Test und Babyklappe nicht mehr nötig.

Mittwoch, 1. März 2017

BIBER DEVOT SUCHT MEISTER

Jetzt haben wir schon ein paar Jahre diesen „50 Shades of Grey“ Hype und ich weiß immer noch nicht warum. Ich habe mir den ersten Teil damals ja auch im Kino antun müssen. Erinnern kann ich mich eigentlich nur an eine einzige Szene. Das ist diese, wo der Typ in den Laden zu ihr geht, und dort Seil, Kabelbinder und Klebeband kauft. Da sitze ich also in diesem Kino, genau an dieser Stelle und warte darauf, dass jetzt folgender Slogan erklingt: „Hornbach, es gibt immer was zu tun. yippie jaja-yippie-yippie-yeah“

Jetzt ist ja gerade der zweite Teil dieser Baumarktwerbung im Kino und ich hab es immer noch nicht verstanden. Angeblich sind ja die Bücher nicht mal gut geschrieben. Kann ich nicht mitreden, habe diese nicht gelesen. Woher aber kommt also plötzlich diese Faszination für Lektüren dieser Art, den Filmen und das Thema BDSM. Jeder spricht plötzlich von Dom und Sub. (Ich bin a Underfrange, da is der Dom der Kader vou Dom und Jerry, aber fei nix anners.) Menschen die früher grundsoliden Beschäftigungen nachgegangen sind, schreiben plötzlich Bücher über dieses Thema und diese kommen dann auch noch richtig gut an.

Zu diesem Text wurde ich inspiriert, weil genau so ein Buch heute erschienen ist. Es trägt den klangvollen Namen „Entfessle mich!“ und ist von der Autorin Carmen Liebing. Jetzt ist mir diese Dame seit geraumer Zeit bekannt, man schreibt sich ab und zu mal über Facebook und so erschien sie mir eigentlich recht bodenständig, na ja halbwegs. Plötzlich haut die so ein Buch raus, dass auch noch dermaßen gut sein muss, das sogar schon Fanseiten zu diesem Thema das Werk erwähnten. Und ich verstehe es wieder nicht. Über den Inhalt von „Entfessle mich!“ kann ich nicht wirklich was sagen, Literatur dieser Art ist nicht mein Ding und habe es deshalb auch nicht gelesen. Das müsst ihr schon selbst tun.

Woher haben all diese Menschen denn plötzlich dieses Hintergrundwissen um solche Bücher zu schreiben? Ich habe mich damit abgefunden, dass es seit 2001 mehr Terror-Experten als Terroristen gibt, damit kannst du ja aber auch im ZDF auftreten. Ich bezweifle aber stark, dass der Fernsehgarten Experten dieser Richtung einlädt. Auch für einen BDSMStadl in der ARD fehlt mir jegliche Phantasie.

Nebenbei, für Interessierte: Das Buch gibt es unter anderem bei Amazon für 6.99 Euro, falls jemand ein Geschenk für die Schwiegermutter braucht, jetzt zugreifen! Das Gesicht möchte ich sehen. Momentan nur als E-Book erhältlich, Taschenbuch folgt Ende dieser Woche.

Zurück zum Thema. Plötzlich aber hatte ich eine Vision. Das passiert, wenn Männer ihre Frauen mit in Baumärkte schleppen. Da die Autorin selbst auch verheiratet ist, ist ihr wohl genau dies passiert. Ist ja auch klar. Habt ihr schon mal gegoogelt, was so typische BDSM-Utensilien im Sex-Shop oder auch im Internet kosten. Da wirst du ein Vermögen los, da wird der Baumarkt zum neun Eldorado der Frau. Tupperabende „und Partylight Kerzen gehören ab sofort der Vergangenheit an, bei der modernen Frau von heute steigen im Wohnzimmer BDSM-Nights.

Früher ist die Dame des Hauses völlig gelangweilt ihrem Mann im Baumarkt hinterher gelaufen, heute rennt sie voraus, sieht Bretter und Nägel, schon denkt sie sich entzückt: „Hey hey, da nagel ich mir doch ein Andreaskreuz ins Esszimmer. Für die Befestigung von Armen und Beinen schraubt sie Rohrschellen oben und unten an das Kreuz und die Peitsche wird durch ein Bambusrohr ersetzt.

Wenn man das alles erst mal auf sich wirken lässt, erscheint plötzlich der Baumarkt Biber vor dem geistigen Auge, bekleidet in schwarzem Leder, mit Maske und Bambusrohr in der Hand und sagt. „Ruf mich an!“

Exakt in diesem Moment werdet ihr feststellen, warum es OBI gibt und was BDSM eigentlich bedeutet: „BIBER DEVOT SUCHT MEISTER!“ yippie jaja-yippie-yippie-yeah


Dienstag, 28. Februar 2017

Der erotische Stromtarif – romantisch, rosa, revolutionär

Die absurdesten Geschichten muss ich nicht suchen, die kommen eigentlich immer alleine zu mir. Zum Beispiel per Post.

Hatte ich zum Ende letzten Jahres zwei Briefe von meinem Gas- und Stromversorger im Briefkasten gefunden. Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass es sich bei Gas- und Stromlieferant um das selbe Unternehmen handelt.

Inhalt erstes Schreiben:
"Sehr geehrter Herr Mahr, „bla bla bla“ Gas wird 2017 billiger."
Ha denk ich mir, läuft bei dem Herrn Mahr. Bin begeistert.

Inhalt zweites Schreiben:
"Sehr geehrte Frau Mahr, „bla bla bla“ Strom wird 2017 teurer."
Wer auch immer diese Frau Mahr ist, läuft nicht bei ihr!
Zum Glück bin ich nicht Frau Mahr! 
 
Frau Mahr, echt jetzt? Abgesehen davon, dass die Anrede in den Abrechnungen 2015 noch richtig formuliert war, ist die Frage nun ganz klar: „Wo kommt jetzt eine Frau Mahr her?“ Hat mich doch etwas ins grübeln gebracht. Schockschwerenot, wissen die etwa schon mehr über meine Zukunft in diesem Jahr als ich und wenn ja, woher?

Plötzlich fiel es mir ein. Es waren die alten Götter, die der Griechen, der Römer, der Ägypter, oder der Germanen. Aber welche davon nun? Die griechischen Götter fallen aus, die müssen ständig für zweitklassige Serien wie Herkules herhalten oder für irgendwelche B-Movies. Die haben für so etwas keine Zeit. Die Ägyptischen sind eigentlich im Ruhestand seit Stargate endgültig eingestellt wurde und bei den ganzen Filmen die die schon gedreht haben leiden sie bestimmt nicht unter Altersarmut. Die nordischen Götter haben scheinbar einen wahnsinnigen Deal mit Marvel Comics abgeschlossen und sind mit den Avengers und Thor ganz groß ins Filmgeschäft eingestiegen. Bleiben also nur noch die römischen Göttlichkeiten übrig. Keine Filme, außer mal eine Erwähnung bei Asterix, sonst nur Sachbücher und Jupiter dient auch nur noch als Planet im System, dessen Aufgabe darin besteht, dass er Kometen und Asteroiden abfangen muss für die Roland Emmerich keine Verwendung in einem Weltuntergangsfilm hatte. Man könnte fast glauben, die Rente der alten Götter wurde von deutschen Politikern geregelt. Asteroiden aufhalten, die interplanetare Version von Flaschenpfand sammeln. Die traurigste Geschichte die ich je gehört habe.

Zurück zum Thema. Auf einmal ist mir alles ganz klar. Ihr könnt die NSA und Edward Snowden vergessen. Amor arbeitet um seine Rente aufzubessern undercover für 450 Euro als Whistleblower und dies bei meinen Stadtwerken. So schauts nämlich aus!

Hab dann diese Theorie aber doch wieder verworfen. Wahrscheinlich war es nur ein jämmerlicher Versuch von den Stadtwerken, von der Strompreiserhöhung abzulenken. Es wie einen erotischen Stromtarif aussehen zulassen. Es ist ja jetzt schon Februar 2017 und das Jahr hat nur noch 10 Monate. Für einen Single finde ich ist das erscheinen einer Frau Mahr 2017 ein sehr ambitionierter Termin. Amor hin oder her. Ganz abgesehen davon, was der mir sonst so mit seinen Pfeilen bisher geschossen hat......

Und überhaupt, wie sollte das denn ablaufen?

Ich so in der Apotheke: "Hey du zauberhafte pharmazeutisch technische Angestellte, dürfte ich dich ganz romantisch um eine Schachtel Fieberzäpfchen und deine Hand bitten."

Antwort der modernen Alchemistin: "Ja natürlich gerne, Päckchen Taschentücher dazu?" 

Somit wäre mir nun auch das System von Treuepunkten in der Apotheke verständlich. Trotzdem hege ich aber doch leichte Zweifel an den Erfolgsaussichten dieses unwahrscheinlich romantischen Plans.

Ich denke, das Verfahren müsste man verbessern in dem man es beschleunigt. Die vermeintliche Braut muss praktisch überrumpelt werden. Sie darf überhaupt keine Chance bekommen ablehnen zu können. Was wir brauchen ist die mobile Hochzeit. Dafür braucht man aber einen besseren Namen, der deutscher klingt. Blitzhochzeit, deutscher gehts nicht. Und wir benötigen mobile Standesbeamte, die man nicht vorbestellen muss. So etwas wie einen „Standesbeamten to go.“ 

Du triffst also die Frau von der du glaubst, dass es die Richtige ist, rennst ins Rathaus, das stehen dann irgendwo auf dem Gang die Standesbeamten to go und warten auf ihren Einsatz. Du schnappst dir also so einen dieser staatlichen Fachkräfte, zurrst ihn mit einem Spanngurt auf einem Sackkarren fest und karrst ihn zu deiner Auserwählten. In meinem Fall rase ich also mit dem Kameraden auf der Sackkarre in die Apotheke und die Angebetete wäre so perplex, dass ihr ein "Nein du Freak, wer bist du überhaupt" gar nicht in den Sinn kommt. Schon ist die Sache gelaufen.

Natürlich sollte man dafür sorgen, dass der Standesbeamte auf seiner Karre einen sicheren Stand während der Zeremonie hat. Es würde irgendwie die Stimmung trüben, die Erotik dieses Moments zerstören, wenn der Vertreter aus dem Rathaus kurz bevor die Braut zum „Ja ich will“ kommt, kopfüber samt Transportgerät in den Ständer mir den Präparaten gegen Ausschlag im Intimbereich fällt. Aber sonst finde ich den Plan absolut revolutionär.

Verwirrende Zeiten

Holla, die Waldfee sag ich da nur. Dies ist nun schon der zweite Eintrag im Jahr 2017. Das sind ebenso viele wie im gesamten Jahr 2016 und es ist noch nicht mal das erste Quartal vorbei. 

Dazu kam es aber auch nur, da ich vor einiger Zeit gelesen hatte, dass Forscher herausfanden, dass der Grönlandhai bis zu 400 Jahre alt werden kann. Vielleicht auch älter, sie haben wohl bloß kein älteres Exemplar entdeckt. Wie die Forscher das genaue Alter festgestellt haben ist mir unklar, einen Ausweis hatte Angaben zufolge keines der Tiere bei sich.

Pffff, 400 Jahre. Das ich nicht lache. Da warten wir jetzt nochmal 20 Jahre und dann ist das das gesetzliche Renteneintrittsalter. Also echt jetzt. 

Ich vermute ja, dass sich die Tiere zur großen Zusammenkunft im Polarmeer treffen, wo sich sich dann gegenseitig die Köpfe abbeißen. In Zukunft heißt es dann wohl: "Der Grönländer - Es kann nur einen geben!" Außer Til Schweiger ist schneller, dann wird es wohl der "KeinKopfHai!" Bäää

Des Weiteren habe ich gelesen, dass es im Sommer 2013 einen heftigen Brand auf dem Flughafen von Nairobi gab. Das ist jetzt keine spektakuläre Meldung mehr, ist ja schon über drei Jahre alt, aber was mich stutzig machte, ist der Umstand, dass die Burschen da einen voll funktionsfähigen Flughafen hatten, mitten im afrikanischen Kenia. Wer hat den gebaut? Ich frag ja nur, evtl. sollte man die Baumeister mal nach Berlin einladen.

Ich glaube diese Meldung ist entweder der Beweis für:
a) Außerirdische (Willkommen zurück, eure Pyramiden stehen noch) oder
b) Lügenpresse (pffff, Flughafen in Afrika, dass ich nicht lache)

Meine größte Befürchtung liegt aber wohl darin, dass ich die Tage in der Zeitung lesen werde, dass es zu einer Explosion in einem unterirdischen Bahnhof im Kongo kam....Kinshasa21, na herzlichen Glückwunsch!

Von Löwenzahn und Raumkrümmung

Da meine Motivation zum schreiben 2016 ungefähr so ausgeprägt war wie chinesische Menschenrechte, hab ich mir für dieses Jahr vorgenommen die Zahl der Einträge vom letzten Jahr zu verdoppeln. Also statt ganze zwei Texte, mindestens vier. Was für ein Stress. Eigentlich wollte ich das Schreiben schon fast ganz lassen, aber ich wurde so oft darauf angesprochen, dass ich es doch nicht ganz aufgeben werde/möchte.

Das Mahrtyrium zu schreiben ist nicht besonders schwer für mich. Keine der Geschichten ist vollends erfunden, sondern beruht auf Ereignissen, die tatsächlich so passiert sind und/oder wie sie in meinem Kopf ablaufen. Beispielsweise die Geschichte mit meiner Schwester, diese, was ich beim tippen und veröffentlichen nicht bedacht habe, diese Einträge auch ließt. Mir war nicht bewusst, dass ihr die Existenz dieses Blogs bekannt war. Natürlich hat sie sich dann auch protestierend dazu geäußert: „Ich bin keine rollende Zucchini!“ Hoppla, zum Glück wohnen wir 200 Kilometer voneinander entfernt.

Es liegt also nicht daran, dass mir nichts eingefallen wäre, sondern tatsächlich an meiner fehlenden Motivation, denn Themen gibt es genug. Für Satire und Nonsens gibt es wohl kein besseres Umfeld als diesen Planeten, seine Bewohner und meine meist recht fragwürdige Gedankenwelt.

Natürlich könnte dies aber auch an meinem fehlenden Verständnis für Dinge liegen, die für alle anderen völlig normal sind. So wurde ich doch tatsächlich um Rat gefragt, warum denn der Full HD super Flachbild TV, mit „schießmichtod“ Funktionen, kein hochauflösendes Bild darstellt.

Ich möchte hier erwähnt haben, dass ich stolzer Besitzer eines Röhrenfernsehers mit einer Bildschirmdiagonale von ca. 45 Zentimetern bin. Davon abgesehen, dass in der heutigen Fernsehtechnik weder eine Röhre, noch 45 cm, im Gegensatz zu anderen Bereichen des Lebens (hüstl), der Rede wert sind, habe ich dieses Gerät auch nur einmal im Jahr in Gebrauch und alle zwei Jahre zu einem Fußballgroßereignis. Um es kurz zu machen, der Gipfel der Technologie besteht für mich noch immer in einer normalen Kaffeefiltermaschine.

Als Mann wirst du diese Unfähigkeit natürlich so nicht kommunizieren, sondern du schaust mit dem professionellsten Blick den du nur aufsetzen kannst in den Raum hinein, um deine völlige Ahnungslosigkeit zu überspielen. Nach ca. fünf bis zehn Minuten dumm Guckens nimmst du dann wissend die Bedienungsanleitung um nun in dieser als ersten Punkt folgende Überschrift zu lesen: „Was befindet sich im Karton?“ Hä?! Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, was sich in der Umverpackung eines Fernsehapparates befindet, aber nur als Tipp, es ist keine Dosenmilch.

Vielleicht ist es aber auch Toleranz für gewisse Dinge und Ereignisse an der es mir fehlt. Während der ganzen Prozedur mit dem TV-Teufelswerk, lief im Hintergrund live die Endausscheidung für die achte Plage der Menschheit, in dieser, diesmal mit gesamteuropäischer Unterstützung festgelegt wurde, wer 2017 für Deutschland den letzten Platz beim ESC erkämpfen darf. Und ich hatte noch nicht einmal Dosenmilch zum anstoßen. Schicksal: 0 points!

Im Lexika kann man nachlesen, Toleranz kommt vom lateinischen Wort tolerare, dass „erdulden“ bedeutet. Erdulden ist jetzt nicht so meine Stärke. Besonders nicht, wenn sich mein fahrbarer Untersatz im Winter denkt: „Aaalder, echt jetzt minus 20°? Fick dich, ich bleib wo ich bin, komm im Frühling wieder!“ Da ist dann die Begeisterung natürlich grenzenlos.

Im Frühling allerdings, kommt es dann zum völligen Unverständnis, wenn Topfpflanzen alleine schon deshalb eingehen, weil sie meinen Namen hören, der Löwenzahn aber wiederum beim Anblick meines Balkons freudestrahlend ausruft: „Steinplatten, wie geil ist das denn? Da wachs ich doch mal durch!“ Wir machen uns sorgen um genmanipulierten Mais und Zombies, dabei lauert die Gefahr unter unseren Terrassen und Balkonen. Da sollte man mal eine Horrorserie daraus machen: "The growing green" oder "The Revenge of the Dandelion!"

Zum Schluss habe ich dann das Wort Toleranz mal gegoogelt um als erstes dann im Online-Duden folgendes zu lesen:

To­le­ranz, die
Wortart: Substantiv, feminin“

Oooops, feminin! Da fällt mir dan auch nur noch Umberto Ecos Roman "Der Name der Rose" ein: ".....sie hat etwas diabolisches an sich, etwas feminines." Na gut, dann werde ich mich halt einfacheren Dingen widmen, wie zum Beispiel dem Multiversum oder der Frisur von Donald Trump.

Montag, 8. August 2016

Der Haui, das Bambi und ich

Es ist nun fast ein Jahr her, dass ich das Rauchen aufgegeben habe. Ich habe fast selbst nicht daran geglaubt, dass ich es durchhalte, aber wie sagt man heutzutage so schön: „Läuft bei mir!“ Oder wie es mein Kumpel „Haui“, ein Mann von Welt.... naja aus der Oberpfalz.... also mehr so Unterwelt, formulieren würde: „Runs by you!“ Auf jeden Fall Grund genug mal wieder was auf das digitale Papier zu bringen.

Als erstes musste ich feststellen, dass es ein echter Irrglaube ist, dass man sich eine Menge Geld spart, wenn man das Rauchen auf gibt. Ich lache jetzt noch. Davon abgesehen, dass einiges von den nicht mehr benötigten Tabakgroschen sich spontan in den „Ich-stopf-alles-in-mich-rein-was-süß-ist-“Taler verwandelt hat, ist der kümmerliche Rest an dem“Gesparten“ für alles was auch nur ansatzweise essbar aussah drauf gegangen. Kontraproduktiv!

So kam es wie es kommen musste, im Januar waren meine geschmeidigen 73 Kilo genau wie die alten Griechen......sie waren Geschichte. Fast 90 Kilo waren nun unvorteilhaft an mir verteilt....alles am Bauch. „Zieh ich Arm und Beine ein, würd ich eine Kugel sein.“ Herzlichen Glückwunsch! Haui würde sagen: „Rolls by you!“

Abhilfe war dank einigen YouTube Videos mit extravaganten Leibesübungen (und heißen Übungsleiterinnen), Amazon und den Wäldern der Unterwelt Oberpfalz schnell gefunden. Um es auf den Punkt zu bringen, ich habe den „Ich-stopf-alles-in-mich-rein-was-süß-ist-“Taler in Amazon-Heller umgewandelt. Nun bin ich stolzer Besitzer eines Steppers, eines Bauchtrainers, ein paar neuer Laufschuhe und eines Bluetooth-Kopfhörers.

Der Vorteil von Stepper und Bauchtrainer liegen klar auf der Hand, man muss das Haus nicht verlassen und ist somit Wetter unabhängig. Der Nachteil, ihr werdet es nicht glauben, die Teile funktionieren nur, wenn man sie auch benutzt. Verdammt! Was für ein Stress. Nach ca. drei Monaten waren meine 73 Kilo wie Rocky Balboa, sie waren zurück. Haui sagte diesmal nichts in die Richtung wie sonst, er glaubt mir bis heute nicht, dass ich den Stepper benutzte. Pffff Oberpfälzer!

Mit dem Joggen habe ich vor ca. drei Wochen wieder begonnen, meist am Morgen, denn früh um halb sechs auf einem "Trimm dich Pfad" durch den Wald zu laufen hat einige Vorteile:

1) Es ist dort angenehm kühl
2) Die Stechmücken sind noch in den Schlafzimmern der Umgebung unterwegs
3) Keine anderen Jogger im Wald, die evtl. einen Notarzt rufen, wenn sie mein Gesicht beim laufen sehen.

Allerdings finde ich es nicht gerade nett, wenn Rehe mich mit einem sehr mitleidigem Blick ansehen wenn ich laufe. Sie halten es ja noch nicht mal für nötig wegzurennen wenn ich vorbei flitze. Sie könnten wenigstens so tun als ob sie Angst hätten und mich als Raubtier anerkennen. Verdammte Viecher, noch nicht mal ein böser Blick bringt sie zur Flucht. Ich kann Haui schon von weitem hören: „Runs not by you!“ Ich hasse Bambi..... und Haui!“




Freitag, 17. Juni 2016

Vampire, BHs und ich

Da es mittlerweile schon sechs Monate her ist, dass ich was neues geschrieben habe, habe ich mich dazu entschlossen dies jetzt einfach mal wieder zu tun. Ich habe zwar keine Ahnung was ich schreiben soll, aber hey, das ist doch heutzutage eh nicht mehr wichtig. Inhalte sind wohl völlig überbewertet.

Der eigentlicher Auslöser der mich dazu bewegt hat mal wieder etwas zu tippen, ist, dass ich mich selbst über mich, also über mein Frühstück das ich in den letzten 30 Minuten zu mir nahm, gewundert habe. Es bestand aus drei Gängen.

Erster Gang: 1 Erdbeerjoghurt
Zweiter Gang: 1 Packung Reiswaffeln
Dritter Gang: 1 Glas Gurken.....nein, ich bin nicht schwanger!

Seit ich vor 9 Monaten das Rauchen aufgegeben habe, hat mein Essverhalten seltsame Züge angenommen. Auch sonst habe ich einige, für mich sehr seltsame Angewohnheiten entwickelt.

Ich gehe tatsächlich shoppen und damit ist nicht der Frühschoppen gemeint, sondern tatsächlich das Einkaufen. Ging ich früher so einkaufen als würde ich einen Blitzkrieg führen, ertappe ich mich jetzt hin und wieder mal dabei, wie ich in Gedanken versunken durch die Supermärkte schlendere und plötzlich im Gang mit den Backformen völlig verwirrt denke: „Was zur Hölle mache ich jetzt hier?“

Sogar große Klamottenläden sind nicht mehr sicher vor mir, selbst wenn sie in den Innenstädten liegen oder sogar in Fußgängerzonen. Fußgängerzonen......noch vor zwei Jahren wäre ich beim Betreten einer solchen in Flammen aufgegangen, wie ein Vampir im Sonnenlicht. Ok, heute brennen Vampire nicht mehr, sie glitzern im Sonnenlicht. Was für mich genauso schlimm klingt. Wenn das so weitergeht, sind in zehn Jahren alle Vampire Verwaltungsfachangestellte, die Tomaten-Karotten-Smoothies schlürfen und in ihrer Freizeit YouTube-Tutorials über das Häkeln machen. Um es deutlich zumachen: Vampire glitzern nicht, sie häkeln nicht oder lösen auch keine verdammten Sudokus! Das ist sowas von falsch, wie Currywurst mit Reis, ADAC Statistiken oder Abgaswerte von VW.

Aber zurück zu Thema. Um den ganzen die Krone aufzusetzen....man kann mich mittlerweile sogar in Cafés sitzen sehen, völlig entspannt mit oder ohne Begleitung. Ich war die letzten 15 Jahre wahrscheinlich drei oder vier mal im Kino. 2016 waren es bisher neunmal die ich ein Kino besucht habe und es ist gerade mal Juni. Dazu kommt, die nächsten Termine stehen auch schon fest.

Apropos Kino. Bei einem meiner Kinobesuche hatte ich das Vergnügen mit zwei ebenso reizenden wie wundervollen Damen (zwinker zwinker, man weiß ja nie wer es liest) das Dschungelbuch in 3D zu bewundern. 3D ist insofern ja schon witzig, weil jeder Kinobesucher mit dieser §D-Brille aussieht wie Puck die Stubenfliege. Natürlich habe ich nicht nur den Film bewundert, hallo es war das Dschungelbuch, man weiß wie der Film endet. Ich meine, keiner der Titanic im Kino gesehen hat, hat sich gewundert, dass das Schiff untergeht, oder hat bei der Passion Christi überrascht durchs Kino gerufen: „OH MEIN GOTT, SIE HABEN IHN GEGREUZIGT!“ Ja, die Bibel spoilert das schon heftig.

Zurück zu den Damen. Das eigentliche Highlight diese Abends war allerdings weder der Film noch die Damen an sich. Beim verlassen des Kinosaals kam mir von einer der Schönheiten folgender Satz entgegen: „Ich muss nun mal die Toiletten aufsuchen, um meinen BH vom Popcorn zu befreien.“ Echt jetzt??? Ich bin mir fast sicher, dass die Gute im Sonnenlicht auch glitzert! Ich bin ja selten sprachlos, aber dieser Satz hat mich „zutiefst bewegt.“ Meine Damen, wie bitte esst ihr Popcorn, dass dieses im BH landet? Wie das verdammte Krümelmonster seine Kekse? Dieser Satz wird mich den Rest meines Lebens begleiten.

Freitag, 25. Dezember 2015

Antimaterie und a weng oan Ingwer

Das erstaunlichste im Universum ist für mich noch immer meine persönliche Aufnahmefähigkeit von unterschiedlichen Informationen zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten von unterschiedlichen Personen durch unterschiedliche Medien. Ich mag den Satz

Beispiel: Ich wache um halb vier morgens völlig verpeilt auf, schalte gegen jede Gewohnheit den Fernseher ein und denke nach einer Stunde, dass „Schatten der Leidenschaft“ eine ganz interessante Serie sein könnte. Der Versuch eine Folge dieser Serie in halbwegs normalen Zustand zu sehen ist völlig unmöglich, da es totaler Schrott ist. Faszinierend!

Auf Grundlage dieses Experiments* (Wow, zwei Möglichkeiten für ein Genitiv!!!) oder besser gesagt dieser recht allgemeinen Theorie, habe ich versucht diese zu erweitern, auf die gesamte Fernsehlandschaft. Hierüber folgt nun ein kurzer Bericht:

Anwesende Helfer (nur passiv) und Aufbau des Experimentes*: (erkannt?)

1 x Bundestagssitzung mit der ganzen Bagage
1 x Soap Gute Zeiten Schlechte Zeiten mit der ganzen Bagage
1 x Schlager SingSang mit der Fischerin
1 x Frauentausch wieder mit der ganzen Bagage (kommt ganz schön rum die Bagage)
1 x Kochen mit Alfons Schuhbeck
1 x alpha Centauri mit Harald Lesch

Den ersten Punkt möchte ich euch ersparen, da hier das Ergebnis eh gleich war. Also kurz gesagt: Ist zu jeder Zeit, also Tag oder Nacht scheiße. Auch die Gesangseinlagen im Bundestag hören sich nachts nicht besser an. Da mir sonst nichts positiv auffällt, ich doch aber auch was Gutes erwähnen möchte, schreib ich Gregor Gysi. Inhaltlich möchte ich es nicht bewerten, aber wie er es sagt kann durchaus witzig werden.

Wirklich anders verhält es sich mit GZSZ nicht. Hat etwas von einer optischen Massenvernichtungswaffe, passt also hervorragend in die deutsche Fernsehlandschaft nur ohne Gregor Gysi. Da ich auch hier was positives erwähnen möchte, schreib ich hier das Stichwort deutsche Sprache auf. Ich versteh nicht warum die das sagen was sie sagen, oder was es bedeuten soll, aber ich verstehe Worte und Grammatik. Wer jetzt denkt, was da jetzt besonderes daran ist, dem sei gesagt: „Das wird sich noch ändern!“

SingSang mit Helene Fischer. Was soll ich da sagen? Das positive wieder zu erst: Sie hat eine schöne Stimme, muss man ihr lassen. Optisch auch einwandfrei, es tut nicht weh wenn man da mal eine Stunde hingucken muss. Es ist auch nicht die Art der Musik, es ist der Text. Eigentlich ist es nichts anderes als eine musikalisch vertonte Folge von Gute Zeiten Schlechte Zeiten. Wenn man es genau betrachtet ist umgekehrt. Diese Seifenopern sind verfilmte Schlager, ein Bett im Kornfeld in Serie, ein bisschen täglicher Frieden. Wää, pfui Teufel.

Kommen wir zu Frauentausch. Hier musste ich auf altes Wissen zurückgreifen, ich hatte einfach keine Lust mir das nochmal anzutun, daran ändert sich auch nachts nichts. Aber ich denke mal es hat sich da nichts groß geändert. Was einem als Mann als erstes auffällt ist die Tatsache, dass man diese Frau auch umgetauscht hätte. Einige davon sogar gleich begraben. Es würde als Notwehr durchgehen. Ich konnte auch mit größter Anstrengung nichts positives finden, das ich hier erwähnen hätte können, teilweise fällt sogar der Punkt mit dem verständlichen Deutsch weg.

Die letzten beiden, Alfons Schuhbeck und Harald Lesch, der eine Koch der anderer Professor für Physik sind für mich zu jeder Tageszeit das Gleiche. Der eine rührt in der Nudelsuppe der andere in der Ur-Suppe, für mich macht es keinen Unterschied....am Tag. Nachts verstehe ich plötzlich beide. Da hat Rehrücken mit Preiselbeeren, Quantenphysik und malen nach Zahlen den gleichen Schwierigkeitsfaktor. Noch viel besser ist, dass ich um halb vier Nachts und nach einer Sendung mit Astro Harry, dem Schuhbeck mit Hilfe der allgemeinen Relativitätstheorie die Zubereitung des Rehrückens erklären kann. Na ja, zumindest gibt mir der Lesch das Gefühl, dass ich dies könnte. Natürlich verstehe ich gar nix davon, es ist nur die Uhrzeit. Die Fähigkeit zu erkennen, dass das was da gerade vom Professor erzählt wird viel zu hoch für mich ist, die pennt nämlich noch, nur der Rest vom Körper ist in einem Zustand von nicht wach aber auch nicht schlafend. Irgendwas dazwischen halt.

Versucht mal am Wochenende zwei Stunden nach dem Kaffee trinken, wenn Körper und Geist beste Betriebstemperatur erreicht haben, ein Folge einer Sendung mit Harald Lesch anzusehen. Für mich ist das plötzlich genauso unverständlich wie Kochen mit Schuhbeck. In diesem Zustand sind für mich Dinge wie Antimaterie und die Raumkrümmung nicht zu verstehen. Was wird denn da bitte schön gekrümmt? Wenn ich in meinem Wohnzimmer meinem Kumpel sage was ich Netto verdiene, dann liegt dieser vor lauter lachen gekrümmt im Raum und das völlig ohne Änderung in der Gravitation. Mehr kann ich dazu aber auch nicht sagen um diese Zeit, ich versteh es einfach nicht. Also weder mein Nettogehalt, oder die Raumkrümmung noch Schuhbecks Kocherei.

Ich befürchte ja das irgendwann „Alfons Lesch“ vom Inneren des Fernsehers an die Scheibe klopft und zu mir sagt: „So, jetzt pass a mal auf. Da nimmst jetzt a weng an Stern, sag mer mal einen mit 50 Sonnenmassen, dass mer auch a anständige Gravitation her kriegen, besser wäre da jetzt a weißer Zwerg, geht aber a so, dann nehm er no a paar Planeten, rühren paar Edelgase unter und a weng oan Ingwer............“

Montag, 16. November 2015

Dämonen auf vier Pfoten– Der kleine Horrorführer

Totenstille, drei Uhr in der Nacht. Ich sitze vor dem Fernseher und werfe einen flüchtigen Blick aus dem Fenster. Irgendwas stimmt nicht. Es ist dunkel, zu dunkel. Da, plötzlich ein Geräusch, dann wieder Stille. Ich fühle mich beobachtet, nein, ich weiß ich werde beobachtet. Dann wieder Ruhe. Die Stille wird unerträglich. Wenn es in einem Film länger still ist, passiert gleich was schlimmes, so wie jetzt eben bei diesem Film. Bilde ich mir das ein oder liegt es daran, dass ich mir gerade Tanz der Teufel ansehe. Alleine und mitten in der Nacht. Wieso komm ich nur auf so eine blöde Idee? Ich halte die Aufnahme an. Ich höre in den Raum, denn ich Idiot habe ja das Licht ausgemacht und kann im schummrigen Licht des Fernsehers nicht viel erkennen. Mein Blick ist auf die Stelle gerichtet, wo sich der Lichtschalter an der Wand befindet – eigentlich. Alles, was ich im Moment sehe ist Dunkelheit. Da! Zwei Augen, leuchtende Augen, ein dämonisches Leuchten! Ich habe nur einen Gedanken, der Lichtschalter. Wie lächerlich, als würde Licht diesen Dämon jetzt noch aufhalten können. Außerdem ist mir klar, in dem Moment, in dem ich meinen Fuß unter der Decke vorziehe, wird es zum Angriff kommen. Das ist der Teil in den Horrorfilmen, in dem immer einer stirbt. Der Typ, der nachsehen geht was da los ist, wird sterben. Ein Schrei, furchtbare Schmerzen und tot ist er. Jetzt bin ich in der Situation. Ich bin alleine und mir ist es bewusst, dass ich keine Chance habe - und trotzdem steh ich auf. Das letzte, was ich höre, ist eine Art galoppierendes Geräusch und dann spüre ich nur noch Schmerz, unsäglichen Schmerz.

Dieses verdammte „Mistviech“ von einer Katze! Den ganzen Tag pennen und Nachts um drei, wenn alles ruhig ist, muss sie wieder 'rum spinnen. Und überhaupt, warum sind Katzen, besonders wenn sie noch klein sind, alle Fußfetischisten? Kaum den Fuß aus der Decke gezogen, muss sie dir entweder ihre Krallen reinhauen oder in die Zehen beißen. Was stimmt nicht mit diesen Tieren? Teufelsbrut, verdammte Dämonen!

Inspiriert zu dieser Geschichte wurde ich eben von der mir bekannten „Neu-Katzenbesitzerin“ Manuela. Da Manuela keine halben Sachen macht, hat sie sich natürlich gleich zwei Baby-Dämonen ins Haus geholt. Was für ein Spaß, da stößt dann auch Exorzismus an seine Grenzen.

Die am Anfang erzählte Geschichte ist ein Tatsachenbericht aus dem Jahr 1988; sie ist ziemlich genau, wie beschrieben, abgelaufen. Dies war kein Einzelfall. Ich war zarte ... Jahre alt also praktisch in der „Prä-Internetschen“ Zeitperiode oder wie die Jugend sagen würde: „Ach damals kurz nach'm Krieg.“ Stimmt doch, oder? Wenn du heute den Kindern was aus den 70ger oder 80gern erzählst, schauen die einen an und denken sich: "Oh weh, jetzt erzählt er bestimmt gleich wieder was aus dem Krieg!"

Zurück zur Teufelsbrut. In der „postmodernen“ Kommunikation, also via Facebook, erzählte mir Manuela von ihren beiden kleinen putzigen Fellbündeln und meinte, ich würde nicht glauben, was sie schon alles entfernt habe, um die Wohnung katzensicher zu machen. Leider konnte sie mein augenblicklich ins Gesicht kommende diabolisches Grinsen nicht sehen. Da musste ich dann spontan an meine erste Katze denken und aus dem Grinsen wurde ein teuflisches Lachen: „Muuuuaaaaaa, katzensicher.........!“

Jeder Katzenbesitzer weiß es, eine Wohnung ist erst dann katzensicher, wenn....ähm naja, wenn sie leer, nicht tapeziert sind und kein Teppichboden verlegt ist. Fußbodenleisten müssen mindestens mit 120ger Zimmermannsnägeln angebracht sein, um einer Katze widerstehen zu können, am besten aus Titan. Schläuche an Duschen und Badewannen sollte man abschrauben oder unter Strom legen. Fenster geschlossen halten, gekippte Fenster erwecken nämlich Neugier. Um ganz sicher zu gehen, sollte man auf Zimmertüren gänzlich verzichten oder aber auf Schiebetüren umsteigen, da Türklinken für Katzen kein Hindernis darstellen. (Der Umstand, dass die USS Enterprise 1701-D über automatische Schiebetüren verfügte, lag bestimmt an der sich an Bord beheimateten Katze von Commander Data.) Sollte man über ein nicht so schlaues oder recht faules Exemplar von Katze verfügen, die die Klinke nicht bedienen kann oder will, wird einem das Tier die Tür einfach zerkratzen, wenn sie geschlossen ist. Zusammenfassend kann man es auch so formulieren, eine Wohnung ist erst dann katzensicher, wenn sich keine Katze darin befindet. Wahlweise ist es auch möglich, einen Katzen hassenden Pitbull in die Behausung zu setzen.

Als ehemaliger Mitbewohner von zwei Katzen mit zusammen insgesamt 12 Babykatzen schreibe ich hier einen kleinen Katzen-Führer. (Eigentlich wollt ich an dieser Stelle das Wort Ratgeber verwenden, aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass wir Deutschen besser auf das Wort Führer reagieren. Wir Deutschen haben keine Reiseratgeber, wir haben „Reiseführa“, wir haben keine Fahrerlaubnis, wir haben „Führaschein“ selbst beim Fußball gibt es den „Spielführa“, überall „Führa“ Sogar in der Politik haben wir noch immer „Führa:“ Gut, das sind jetzt eher so die uns an der „Nase-herum-Führa,“ aber halt „Führa:“

Um das jetzt richtig zu verstehen, müsst ihr das richtig betonen. Beispiel: „Reiseführa“
Beim ersten Wort „Reise“ müsst ihr das R richtig rollen, den Rest also „eise“ etwas lang ziehen. Etwa so: RRReiiise. Beim Wort „Führa“ müsst ihr das ü betonen und den Rest wieder lang ziehen und zum Schluss das a betonen. Wäre also fÜÜhhhhRRAA. Jetzt alle zusammen: „Rreiiise fÜÜhhhhRRAA!“ Perfekt beim Wort „Führaschein“ müsst ihr das eben Gelernte mal umbauen, um es richtig anwenden zu können. Also wieder alle zusammen laut mit sprechen: „fÜÜÜhRRAAschein! Einwandfrei. Er wäre stolz auf euch!

Stopp, stopp, ist ja wieder gut. Jetzt nicht gleich eine dämliche Partei gründen gehen.

Zurück zum Thema: Für das Zusammenleben mit einer Katze sollte man psychisch absolut stabil sein und nicht sehr an seinem Eigentum hängen. Zudem sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, Katzen erziehen zu können. Ja, man kann Katzen etwas lehren, ihnen etwas beibringen. Solange sie dafür eine Gegenleistung erhalten und man auch vor Ort ist. Während der eigenen Abwesenheit allerdings sind jegliche Vereinbarungen, selbst wenn sie schriftlich fixiert wurden, ungültig für das Tier. Für die Katze zählt nur die Katze. Wir, die wir uns Katzenbesitzer nennen, sind in deren Augen nur das Personal für den Zweck, den selben Lebensraum mit ihnen teilen zu dürfen, um sie zu bedienen.

Sehr wichtig ist auch, das Katzen sehr kommunikative Tiere sind. Die meisten Exemplare sind überaus mitteilsam und erwarten auch, dass man darauf eingeht. Man sollte jedenfalls so tun als würde es einen interessieren was sie erzählt. Hier haben männliche Katzenbesitzer eindeutig eine Vorteil gegenüber den Damen. Verhaltet euch einfach wie eurer Ehefrau gegenüber und es gibt keine Probleme: Ja Schatzi, mach ich Schatzi, natürlich Schatzi. Gut, bei der Ehefrau kann man das Schatz weg lassen, bei der Katze nicht. Die Viecher reagieren nämlich auf das i am Schluss und fühlen sich somit wahrgenommen. Das funktioniert bei der Frau auch, allerdings nur mit einem ä - du Ziegääää, zum Beispiel. Probiert's mal aus liebe Herren, werdet schon sehen, was ihr davon habt.

Für die weiblichen Katzenbesitzer ist es da schon etwas komplizierter. Die Frau muss ihre Katze genau studieren. Katzen teilen sich nämlich nicht nur durch das einfache "Miau" mit, sondern auch mit der Tonlage und der Betonung der einzelnen Buchstaben. Zudem kommunizieren Katzen mit dem ganzen Körper. Insbesondere sollten hier die Ohren und der Schwanz erwähnt werden. Bei letzterem ist es ähnlich wie beim Ehemann, an der Haltung dieses Körperteils kann Frau die Gefühlslage erkennen. Aufgerichtet bedeutet Aufmerksamkeit! Pro-Tipp: Die Migräne-Masche ist der Katze so was von wurscht. Wenn sie gestreichelt werden will, tust du das gefälligst, mit 40 Grad Fieber, Ebola im Endstadium und sieben Einschusslöchern im Bauch. Nicht diskutieren, streicheln! Sterben kannst du danach.

Es ist nicht so, dass Katzen undankbar sind, aber man kann ihnen einen 2000 Euro teuren Kratz- und Spielbaum mit allem drum und dran kaufen, ein Karton ist für das Vieh trotzdem interessanter. Dies zählt auch für Wäschekörbe mit der gewaschen Wäsche, Kleiderschränke, Blumentöpfe, Vorhänge, Teppiche, Tischdecken und sonst allem, was Katze mit Haaren belegen, von irgendwo herunterwerfen und wo man darunter krabbeln kann. Die am Anfang erwähnten Füße sollten hier ebenfalls nochmals erwähnt werden. Besonders bei kleinen Schläfchen auf der Couch ist das Bewegen der Zehen ein schrecklicher Fehler....Katzenzähne sind verdammt spitz.

Wenn man so darüber nachdenkt, wird einem klar, warum die alten Ägypter Katzen als Götter verehrt haben – die Viecher verhalten sich einfach so. Heute gibt es diesen Götterkult nicht mehr, leider wurde es versäumt, dies den Katzen auch mitzuteilen. Wer will auch einem Gott erklären, dass er nicht mehr verehrt wird?

Bevor ich es vergesse, ein Gott möchte nicht in der Wanne gewaschen werden - der wäscht sich selbst mit seiner Zunge. Und er wäscht auch dein Gesicht mit seiner Zunge, ob du willst oder nicht. Die Katze erwischt dich schon und ihr ist völlig egal, welches ihrer Körperteile sie davor damit geputzt hat.

Zuletzt noch ein Tipp für Frauen:

Männer reagieren teils recht verstört auf euer Verhalten Katzen gegenüber. Nicht nur das Katzen alles das dürfen, was Männer nicht machen sollen, also faul rumliegen, sich bedienen lassen, ewiges Schlafen usw., nein, ihr fallt auch noch auf die einfachsten Tricks herein. Beispiel:

Wir Männer merken es nicht immer sofort, wenn ihr Frauen mal nicht so gut drauf seid, oder wir ignorieren es einfach. Wenn wir uns dann doch mal eurer annehmen, euch zärtlich in den Arm nehmen, heißt es sofort: „Mir geht es schlecht und du denkst nur an das eine!!!!“ Die Katze merkt sofort, wenn es euch schlecht geht, und wird sich euch auch sehr zärtlich nähern. Sie schnurrt, sie trippelt auf der Stelle, streicht mit ihrem weichen Fell an eurer Wange vorbei. Sie legt sich auf euren Schoß und hat in Wirklichkeit nur eines im Sinn: „los streichle mich!“ Sie nutzt euch schamlos aus. Aber ihr streichelt das Mistvieh 'ne Stunde lang und erzählt dann eurer besten Freundin, dass die Katze ja so AUFMERKSAM IST!!! Verdammt nochmal, gehts noch???

Montag, 31. August 2015

Kleine Schwester - Trauma eines 6-Jährigen

Viele Eltern in Deutschland sind wieder am jubeln, die Schulferien sind vorbei. Ich juble mit, nicht dass ich besonders betroffen davon wäre, nein, aus Solidarität. Aufgeräumt sind die Mini-Terroristen mir am liebsten. Am meisten mag ich die australischen Kinder, die sind weit weg, sehr weit weg.

Woher das kommt weiß ich nicht, aber ich schiebe die Schuld mal meiner kleinen Schwester zu. Meine Schwester ist 6 Jahre jünger als ich und drei Tage vor meinem Geburtstag geschlüpft.
Ich war also sechs Jahre alt, mein Geburtstag stand kurz vor der Tür. Als 6-Jähriger im Jahr 1981 waren deine Wünsche breit gefächert, Traktor (im unterfränkischen Bulldog genannt), Kettcar (kennt heute kein Mensch mehr), Fahrrad usw. Kleine Schwester gehörte nicht dazu.

Die Verkäuferin im ortsansässigen Spielwarenladen, mit dem klangvollen Namen Illini, fragt mich ein paar Tage vor dem Ende meiner Alleinerbschaft, ob ich mich denn schon auf das Baby freuen würde. Aus der mir überlieferten Geschichte von meiner Mutter, lautete meine Antwort wohl folgendermaßen: „Ich will einen Bulldog!“ Jetzt kam meine Schwester drei Tage vor meinem Geburtstag auf die Welt, an meinem Geburtstag kam meine Mutter zusammen mit Schwester aber ohne Bulldog nachhause. Trauma!

Der eigentliche Geburtstermin war ja erst drei Tage später geplant. Da habe ich wohl begriffen, dass Babys schon im Mutterleib nicht nur denken, sondern auch hinterhältige Pläne schmieden können. Die hat von drinnen alles mit angehört. Da lag sie da, planschend in ihrer Fruchtblase und hat sich gedacht: „Na warte Bürschle, dir versau ich nicht nur das Erbe, deinen Bulldog kannst du auch vergessen.“ Hinterlistiges kleines Biest!

Scheinbar hatte ich mich aber schnell mit der Situation angefreundet. Natürlich kann es auch sein, dass dieses kleine hinterhältige Etwas mit seinem knuffigen Babygrinsen, dem kleinen Marcus ne saftige Gehirnwäsche verpasst hat. Meine Lehrerin in der ersten Klasse, Frau Helling, fragte mich kurz nach der Geburt meiner Schwester, ob denn das Baby meiner Mutter nun schon da wäre und was es denn nun sei. Meine Antwort darauf: „Des is mei Schwester und die geht dich gar nix an!“ Ich möchte wiederum betonen, dass dies nicht meine Erinnerungen sind, sondern eine dieser Geschichten, die bei Familientreffen noch immer erzählt werden. Lustig wiederum war sechs Jahre später die Einschulung meiner Schwester, ebenfalls bei Frau Helling, die, als sie meine Schwester sah, freudestrahlend ausrief: „Ach, das ist also das Kind das mich nichts angeht.“ Wie rührend!

Aber wieder zurück ins Jahr 1981 und das ist nun eine meiner eigenen Erinnerungen. Für das Baby war als Bett eine damals übliche Wiege aufgebaut. Die hatte ich schon als Baby, war also auch gut für das zweite Kind. Der kleine Marcus, der kaum über den Rand der Wiege schauen konnte, hat aber schnell gelernt, wie er das Baby trotz fehlender Körpergröße aus der Wiege heben konnte. Das hat auch sehr gut geklappt, solange die Wiege mit dem Kopfteil rechts von mir stand. Jetzt kam aber der Tag, wo das Ding andersherum gestellt wurde. Das führte zu einer mehr oder weniger witzigen Situation, also für mich, für meine Schwester....puhhhhh, nun ja. Also ich pirschte mich wie immer an die Wiege ran, sah das Schwesterchen wach war und versuchte sie wie gewohnt da raus zu holen. Beim herausheben fing die Wiege an wie wild zu schaukeln. Je mehr ich mich anstrengte umso mehr schaukelte das Teil. Für einen 6-jährigen kein Grund aufzugeben. Irgendwann hat die Schaukelbewegung die Wiege so überfordert, dass sie erst gegen den direkt dahinter stehenden Schrank gekippt ist, wo der untere Teil einen Bilderrahmen zerschmetterte. Jetzt stand das blöde Ding mit Baby darin wie der Turm von Pisa an dem Wohnzimmerschrank angelehnt. Nun gut, ein kleiner Mahrtyrer muss eben tun was ein kleiner Mahrtyrer tun muss, er stemmt sich mit aller Kraft gegen die Wiege um sie wieder aufzurichten. Dabei war ich wohl etwas übereifrig, denn nun kippte die ganze Sache mit Baby in die andere Richtung....in die unendliche Weite des Wohnzimmers. So kam es dann auch, dass die Wiege mit mehr oder weniger lautem Knall umfiel, auf den Boden krachte und meine Schwester Cartoon mäßig wie eine Zucchini mit Impulsantrieb quer durchs Wohnzimmer rollte. Faszinierend! Das rollende Bündel hat sich so in meine Erinnerung gebrannt, dass ich noch heute darüber schmunzeln muss. Da stand ich nun, links von mir die Scherben aus dem Bilderrahmen, vor mir die umgefallene Wiege und weiter vorne im Raum die Zucchini-Schwester auf dem Boden liegend. Hier möchte ich nochmals erwähnen, ich wollte ja einen Bulldog haben!

Ich weiß nicht mehr wie meine Eltern damals drauf regiert haben, ist ja nun schon über 30 Jahr her, aber lustig fanden sie es bestimmt nicht. Wie auch, sie hatten den besten Teil mit der rollenden Zucchini ja auch verpasst. Es ist auch weiter nichts passiert, körperliche Schäden waren keine zu erkennen, alles war gut. Das einzige was geblieben ist, war wohl die Erkenntnis, Bulldogs kann man beim Illini umtauschen, Schwestern nicht. Also Finger weg von Babys! Auch wenn sie noch so lustig oder putzig aussehen, wenn sie erst mal ins rollen gekommen sind, ist der Spaß vorbei.

Freitag, 21. August 2015

Poltergeist 2.0 - Die Technik schlägt zurück!

Aus eigener Erfahrung weiß ich nun, dass einem die Technik ganz schön abhängig macht. Ist doch mein treues Notebook im hohen Alter von fast 7 Jahren von mir gegangen. Das Mainboard hat sich verabschiedet. Vielleicht erlag es ja an den Folgen des Passivrauchens. Man weiß es nicht.

Also musste ein neues her. Das dauert natürlich etwas. So ein Notebook ist ja nicht etwas, was man sich so leichtfertig nebenbei mal zulegt wie man das mit anderen Dingen macht – 250g Gelbwurst, 6er-Pack Socken, Frau, thermonuklearer Sprengsatz, was weiß ich.

So ist man nun erst mal eine Zeit lang ohne Internet. Also ohne Internet ist man ja nicht, man kommt bloß nicht rein. So muss sich Mann gefühlt haben, damals in der Zeit als es noch Keuschheitsgürtel gab zudem man keinen Schlüssel hatte. So nah und doch so fern. Gut mit dem Tablett kommt man zwar schon ins Netz, aber wie mein Verhältnis zu Touchscreens ist hab ich ja bereits mehrmals erwähnt, es ist sozusagen eher gedrückt. Seit dieser Erfindung weiß ich was Berührungsängste eigentlich sind.

Die Entdeckungen in meiner techniklosen Zeit waren zahlreich und teilweise auch sehr informativ. So habe ich erfahren, dass in dem Haus in dem ich wohne, im Januar eine Familie ausgezogen und eine andere bereits im selben Monat wieder eingezogen ist, ein komischer Typ Namens Merkel ist Bundeskanzler und die Bayern sprechen gar kein Klingonisch. Nein Scherz, das der Merkel Kanzler ist wusste ich schon vorher.

Dem heiligen Tobias aus der Oberpfalz sei gedankt, auch diese Zeit in der ich das sogenannte „Reallife“ erleben musste ging vorüber. Das neue Notebook ist eingetroffen – endlich. Tobias ist der Technik-Dealer meines Vertrauens. Zugegeben eine leicht zwielichtige Gestalt mit schwarzem Kater und der mit an schwarze Magie erinnernden Fähigkeit, die Gesetze der Physik beim stapeln von Dingen auf Paletten zu umgehen, aber sonst ein illustres Exemplar unserer Spezies.

Zurück zu meiner neuen Errungenschaft. Ein Notebook mit Windows 8.1. Oh ha! Beim ersten hochfahren des Gerätes wurde mir eins sofort bewusst, ich bin alt und die Softwareunterstützung meines Schöpfers für mich ist abgelaufen. Der Wissenschaftler würde das wohl „Homo XP-us“ nennen. Das MS-DOS unter den Menschen. Beim ersten Anblick des Startbildschirms hab ich mich gefühlt wie ein C64 auf der U.S.S. Ernteprise - 1701-E. So nützlich wie ein Abgeordneter im Europaparlament.

Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten kam ich dann doch schnell mit dem Teufelswerk klar und installierte meinen Virenschutz, meinen Browser, Add-Ons usw. Hat auch alles einwandfrei funktioniert. Alles lief. Alles? Nur ein klitzekleines Problemchen blieb. Mein Browser öffnete keine Seiten im Internet die mit https verschlüsselt sind. Also 90% aller Seiten. Am Anfang war es nur die Seite von Google der nicht vertraut wurde, im Laufe meiner Anstrengungen dieses zu ändern wurden es allerdings immer mehr Seiten. Frei nach dem Motto: „Ich zeige euch, wie man mit ein paar Handgriffen alles noch viel schlimmer machen kann:“

Was hab ich nicht alle versucht. Habe Systemzeiten geändert, Sicherheitszertifikate gelöscht, neue installiert, Proxy-Server eingestellt und wieder ausgeschaltet, das Internet auf Seiten durchsucht, für die mich Exorzisten auf die Kundenliste ganz oben schreiben würden und alle Einstellungen verändert, die auch nur im entferntesten damit zu tun haben könnten. Ich habe an dem Teil soviel verstellt, das Notebook hat mir schon selbständig Nutellabrote geschmiert, mit der Stimme vom Google Übersetzer Helene Fischer Lieder gesungen und hat drei Termine bei verschiedenen Psychologen vereinbart. Google hat es aber weiterhin nicht geöffnet. Im Gegenteil, immer mehr Seiten wurden Opfer des Zertifikat Problems.

Ich war schon auf der Homepage der NSA, mit der Hoffnung,die könnten mir sagen was nicht mit meinem System stimmt.. Nichts, der Agent der für mich und meinen Blog zuständig ist, denkt noch immer das die Hälfte von 8 halb 8 ist. Aber habe stattdessen auf der Startseite der NSA einen sehr interessanten Bericht über stillende Mütter beim Geheimdienst gefunden. Gut, bin mit jetzt nicht ganz sicher, ob ich „nursing Mothers“ richtig übersetzt habe, aber der Gedanke stillender Agentinnen im Einsatz hat mich doch inspiriert. Unsere Verteidigungsministerin, unsere Flinten Uschi, wäre bestimmt begeistert von dem Konzept. Soldatinnen an der Front, die im Gefecht ihre Kinder stillen, Wickelräume in Schützengräben und Maxi-Cosis in Leopard II Panzern. Fallschirmjäger sichern das vom Feind verseuchte Gebiet ab, während Pioniere im Hagel der feindlichen Granaten ein Feldlazarett und einen mobilen Kindergarten aufbauen. Kindergärtnerinnen die rufen:“ Nein Torben, du darfst dem Mann nicht an seinem lustigen langen Bart ziehen:“ „Nein Sören Kevin, das ist kein Nachthemd was der Mann mit dem Sprengstoffgürtel da an hat.“ „Das ist auch nicht der Nikolaus Dustin, das ist ein Taliban.

Ich schweife ab. Wo war ich, ach ja. Sicherheitszertifikate. Egal was ich auch versucht habe, nichts hat funktioniert. Keine Seite mit dieser verdammten https Verschlüsselung war mehr zu öffnen. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, mir so ein Zertifikat mal anzusehen. Bisher hatte ich es ja immer nur gelöscht und neu installiert. Ich hatte festgestellt, das mein Freund der Virenschutz nämlich das Problem ist. Deaktiviert waren alle Seiten zugänglich. Also schaute ich mir dieses Zertifikat an. Was ich da sah hätte mich fast um den letzten Funken verstand gebracht. Das Datum meines Notebooks war korrekt auf den 21. August 2015 eingestellt. Das Zertifikat allerdings erhielt seine Gültigkeit erst am 22. August 2015. Es folgte schweigen. Weder ich, noch das singende Helene Notebook, noch der Taliban mit Nachthemd konnten es glauben. Datum der Systemzeit auf 22. August geändert, Problem behoben. Hallooooooo? Warum bekommt der von mir installierte Virenschutz ein Zertifikat, das nicht am Tag der Installation beginnt, sondern erst zwei Tage später? Meine Kaffeemaschine schreit doch auch nicht, dass die Filtertüte erst in zwei Tagen gültig ist.

Das schlimmste daran aber ist der Umstand, dass ich hätte gar nichts machen müssen außer zwei Tage zu warten. Da wäre dann der 22. August gewesen und das Problem hätte sich völlig von alleine behoben. Nun wo ich gerade diese Zeilen schreibe, ist es genau 22. Uhr am 21. August 2015. In zwei Stunden ist der 22. und ich kann meine Systemzeit wieder richtig einstellen. Somit habe ich eindeutig bewiesen, dass sich Probleme sehr wohl von alleine lösen können. Nichts machen war damals bei den Hausaufgaben suboptimal, bei der heutigen Technik führt es zum Durchbruch. Das sich meine schon in der Schulzeit erprobte Einstellung, am besten nichts zu tun und abzuwarten, mal so erfolgreich durchsetzt.... Ich war wohl meiner Zeit schon immer weit voraus. 




Samstag, 8. August 2015

Heute mit: der Morgenlatte, AC/DC und dem Club

Ich wurde jetzt ja schon des öfteren mal über die verschiedenen Netzwerke schriftlich, aber auch schon persönlich von Menschen auf das MahrTyrium angesprochen. Es war auch durchweg sehr positiv. Manchmal kommen da dann aber echt faszinierende Bemerkungen. Die schönste Aussage war von einer Frau. Ihr Name ist Diana. Diana kennt mich nun seit Ende 2013. Nach etwas einem Jahr, kam sie dann darauf, dass ich diesen Blog schreibe. Sie machte sich dann wohl auch gleich mal ans lesen. Beim nächsten zusammen treffen, wir sehen uns fast täglich, sie ist nämlich eine Arbeitskollegin, sagte sie dann folgenden Satz zu mir: „Hey du hast ja richtig was im Kopf.“
Was hatte sie eigentlich das ganze Jahr über vorher über den Inhalt meines Kopfes gedacht?

Aber wie gesagt die Resonanz ist echt überwältigend, selbst von Menschen die mich nicht persönlich kennen. Viele sind davon überzeugt das ich das beruflich machen sollte. Das ist so der häufigste Kommentar den ich von Freunden und Fremden bekomme. Der beste Einfall ist der, wenn sie mich dann immer gleich auf eine Bühne stellen wollen. Ich soll also, mehr oder weniger, den ganzen lieben Tag sinnlos daher plappern. Gut, meine Chefs würden sagen: „eigentlich ändert sich da nichts für dich.“

Jetzt sind meine zwei Chefs nicht unbedingt ideale Referenzpunkte. Der erste hat BWL studiert. Für die, die jetzt nicht recht was damit anfangen können, das sind diese Menschen, die ständig von Wachstum in der Wirtschaft sprechen. Vom eeeeeeewigen Wachstum. Dabei weiß doch jede Ehefrau schon, dass das ewige Wachstum ein Märchen ist. Die schaut nur ihren Mann an und sofort ist ihr klar, das werden keine 20 cm mehr. Aber das interessiert den BWLer nicht. Der wacht früh auf, sieht seine Morgenlatte und ruft: „Wachstum, ewiges Wachstum!“ Mit der Stimmlage von Darth Sidious in Star Wars: „Unbegrenzte Maaaaaacht!“ Dann fällt er zusammen und ist ganz klein und verschrumpelt. Mal eine Info für die Damen. Die Morgenlatte ist nicht zum "Gebrauch" geeignet. Sie dient alls reiner Funktionscheck für den Körper. Der Mann wacht morgens auf und umgehend beginnt der Test. Der Körper überprüft dabei die drei wichtigsten Funktionen:

gähnen - Sauerstoffzufuhr - check!
strecken - Bewegungsapparat - check!
Morgenlatte - Gehirn aktiv - check! Also keine "verfrühte Freude" aufkommen lassen Ladys!

Der nächste Chef ist ein Club-Fan. Damit dürften die meisten wissen was ich meine, für den Rest erkläre ich das noch etwas genauer. Der Club-Fan ist ein Fan der lustigen Ballspieler vom 1. FC Nürnberg, kurz „der Club“ genannt, dementsprechend nennt sich der Fan auch „Clubberer.“ Das Leben eines Clubberersssssss ist eine Geschichte des Leidens. Es ist schon mehr eine Religion, ein Glaube. Der Club-Fan glaubt nämlich daran, dass man mit 16 Punkten und 20 erzielten Toren in der Saison, die Liga halten kann. Meistens jedoch nicht, endet der Spieltag doch so oft mit der Kreuzigung der Mannschaft und die Saison mit dem Abstieg. Zugegeben, dass ist mit fast allen fränkischen Fußballmannschaften so die Überregional spielen, aber die Nürnberger sind halt die Größten. Eigentlich könnte man sagen, der Club ist der FC Bayern von Franken, nur halt ohne Pep.

Zurück zum Thema Bühne. Der nächste ist mein Bankberater. Der droht mir schon mich wegen unterlassener Hilfeleistung anzuzeigen - Hilfleistung gegenüber meines Kontos. Sein Verbündeter, der Kontoauszugsdrucker, der druckt schon gar nicht mehr „Soll“ oder „Haben“ oder gar Beträge auf meine Auszüge, der druckt kleine griechische Fähnchen und Bilder von der Costa Concordia darauf.
Mieser kleiner hinterlistiger Schrotthaufen!

Erschwerend ist der Umstand, dass, wenn ich vor Publikum reden soll, dazu neige noch schneller als ich das eh schon tue und natürlich umso undeutlicher zu sprechen. Es wäre also dann ein Vortrag, mit vom Sinn völlig befreitem Inhalt, den keiner versteht. Gut, damit kommen Angela Merkel und Franz Beckenbauer seit Jahren/Jahrzehnten durch. Bei so einem Auftritt wäre ich dann wohl eine Mischung aus Michael Mittermeier , Martin Schneider, Piet Klocke, Rolf Miller und Olaf Schubert. Hoch interessante Mischung, leider sind die Fähigkeiten der genannten Herrn bei mir eher suboptimal verteilt:

Piet Klocke: Satzbau
Rolf Miller: Zusammenhang des Inhalts
Martin Schneider: Obtik
Olaf Schubert: Körpergröße
Michael Mittermeier: Initialen........Schade!

Das wäre nur noch zu toppen mit den Klamotten von Martin Rassau als Waltraud und der Frisur von Ingo Appelt.

Das nächste Problem, wo sollte ich damit auftreten? Findet mal eine Region, wo die Menschen „intelligent“ genug sind, für mich zu bezahlen. Mein Favorit wäre ja der Haslinger Hof. Nirgends hab ich mich bisher unbeliebter gemacht als dort. Da könnte ich auch gleich mit einer amerikanischen Flagge durch Teheran laufen, das Ergebnis wäre das gleiche: Wütende Discofox-Tänzer die mir den Dschihad erklären und mich mir dem Rollator überfahren wollen. Wäre mal was neues. Zudem ist für einen Franken der Weg nach Oberbayern nicht gerade ungefährlich. Die normale Strecke führt durch die Oberpfalz. Das ist nicht lustig, nein auch nicht funny. Man schickt auch keinen Israeli mit dem Auto nach Ägypten, quer durch den Gazastreifen. Und dann sprechen die in Bayern ja auch eine ganz andere Sprache. Die zivilisierte subtile fränkische Sprache und das barbarisch bayrische Höhlenlatein sind grundverschieden. Was glaubt ihr, warum die Politiker so viele Menschen aus dem Ausland nach Bayern schicken und dann verlangen, dass sie einen Deutsch-Test machen? Da steckt doch System dahinter. Keine Arme, keine Kekse!

Als Franke könnte ich mir noch die „Comödie Fürth“ vorstellen. Da mach ich am Anfang zwei drei Club Witze, schon hätte ich die Fürther auf meiner Seite. Vorteil auch, ich könnte mit dem Martin gleich Klamotten tauschen. Da ist nur das Problem, dass der "Maddin" paar Nummern Größer ist als ich. Der sieht dann in meinen Klamotten aus, wie der Typ von AC/DC in seiner Schuluniform (Highway to Fürth) und ich wie ein ausgeleiertes Zebra mit Cellulite. Zudem könnt ich dann, dank der anfänglichen Club Witze nicht mehr in Nürnberg auftreten. Ich bin mir sicher, man kann Menschen auch mit 3-inam-Weggla steinigen. Man darf die Dinger halt bloß nicht auftauen.

Es gäbe natürlich noch die ultimative Bühne in Franken, in Veitshöchheim. Fastnacht in Franken. Jetzt ist es aber so, da sitzt jedes Jahr der Söder. Markus Söder und ich zusammen in den Mainfrankensälen. Sollte der Söder vorher herausfinden wer ich bin, wäre ich wohl der erste Mensch, der von einem Politiker mit einer sprechenden Nilpferdhandpuppe die den Namen Amanda trägt, vor laufender Kamera erschlagen werden würde. Jagdszenen aus Veitshöchheim musikalisch untermalt mit einem Lied von Udo Jürgens, gespielt von der Altneihauser Feierwehrkapell’n, Gesnag: Bernd Händel „Vielen Dank für die Blumen, vielen Dank wie lieb vooooooon diiiiiiiiiiir“


Dienstag, 4. August 2015

Hoppla wie peinlich! Danke, danke, danke

Jetzt ist mir fast entgangen, dass ich mittlerweile schon über 50 Einträge hier verfasst habe. Zudem kommt, wie ihr auf der rechten Seite sehen könnt, dass ich schon fast 50.000 Klicks habe. Grund genug um mal ein kleines Résumé zuziehen.

Als erste bin ich einfach mal nur begeistert, dass ein „Möchtegern“-Schreiber wie ich, 50.000 Klicks zusammen bekommt. Sicher, andere Blogger bekommen dies an einem Tag oder meinetwegen an einem Wochenende spielend hin. Aber für jemanden wie mich ist das doch nicht nur nicht schlecht, sondern eine hervorragende Sache.

Das Zustande kommen der Ansichten meines Blogs ist für mich auch immer sehr interessant. Gleich nach einer Neuveröffentlichung habe ich im Durchschnitt, je nach Zeit in der ich das tue, also unter der Woche oder am Wochenende, Abends, Nachts oder am Tag, immer so ca. 70 Klicks auf das neu Geschriebene. Noch erstaunlicher ist, dass in den ersten fünf bis 10 Minuten, laut Google Statistik, die USA führend in der Betrachtung meines Blogs ist, wenn es um die Erstansichten geht. Stelle also fest, die NSA ließt immer noch mit. Dafür hab ich mich auch schon ausgiebig, mit einem eigenen Blogeintrag über die NSA bei meinen amerikanischen Freunden bedankt. Wer es überlesen hat hier der Link dazu:


Also gelernt hat er scheinbar aber immer noch immer nichts daraus der Agent Tripple 0, sind wir doch mittlerweile bei 4145 Klicks aus den USA. Die sind da aber nun auf Platz drei abgerutscht. An den Amis vorbeigezogen sind die Franzosen mit 4183 Klicks. Die Franzosen lesen meinen Blog? Die hab ich doch bisher nur zweimal erwähnt und wenn ich anmerken darf, nicht unbedingt als leuchtende Beispiele. Ich glaub ich schrieb so etwas wie: „Die waren das letzte mal cool, da hießen sie noch Gallier.“ oder so ähnlich. Hat sich auch nicht wirklich was dran geändert. Die können also doch unsere Sprache, die sind einfach nur unfreundlich zu den deutschen Touristen. Na sowas!
Dann also auch Danke an unsere lieben Nachbarn den Froschschenkelfanatiker. Ha ha, wieder mal spielend ein Vorurteil untergebracht – yes yes yes, ich kann es doch noch.

Da ich jetzt schon mal bei den Danksagungen angekommen bin, mach ich doch gleich weiter.
Da wäre zum Beispiel unser bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Propaganda Heimat, Heimat sollte das heißen (puuuh). Ich spreche von Markus Söder. Also meine Google Statistik weißt jetzt explizit nicht extra Söder-Klicks aus. Nein, bei Ihm möchte ich mich bedanken, weil dass von mir veröffentlichte Bild von Ihm schon des öfteren enormen Zuspruch brachte. Hier noch mal das Objekt der Begeisterung:



Mensch Markus, auch bei dir möchte ich mich herzlich und persönlich bedanken, dass du mir/uns soviel Freude bereitest, solange du nicht wieder versuchst irgendwo Politik zu machen. Also zum mitschreiben für dich Markus: Bei Fastnacht in Franken, da sehen wir dich gerne. München oder Berlin, nein, da nicht. Alles klar? Das Problem liegt wahrscheinlich in seinem Vornamen. Wir sind da ja sehr ähnlich der Markus und ich mit einem kleinen aber feinen Unterschied. Er sieht das „k“ in seinem Namen für König stehend, ich sehe es er für Komiker. Mein „c“ steht natürlich für chic und charmant. Is klar, oder? zwinker zwinker

Natürlich dürfen wir unseren Landesvater nicht vergessen. Wir, die ihn in voller Pracht erleben müssen dürfen, wir die Zeugen Seehofers. Ja, auch den Horst hab ich schon erwähnt. Kann mich allerdings nicht mehr wirklich dran erinnern um was es da ging. Der dreht sich ja so oft in seiner Meinung, da komm ich einfach nix mehr mit. Da wird mir ja nur schwindelig.

Nicht vergessen darf ich natürlich unsere Castings-Shows, allen voran Germanys Next Top Model mit unserer Heidi Klum. Sie sorgt ja mittlerweile für eine Bombenstimmung im deutschen Fernsehen. Jetzt hat sie ja keinen Wolfgang Joop mehr an ihrer Seite. Und auch der andere Milchbartträger Thomas Hayo ist weg. Also einen Männerverschleiß hat die Frau, sagenhaft. Ein Glück, dass sie ein „Supermodel“ geworden ist. Als Otto-normal-Bürgerin wäre sie sonst glatt eine Kandidatin für Frauentausch. Bei der ändern sich die Männer öfters als beim Seehofer die Meinung.

Liebe Heidi, du weißt, wir lieben dich alle. Da du ja auch so erfolgreich in Amerika bist, hab ich dem NSA-Agenten der so viele Klicks braucht um meinen Blog und seinen Inhalt zu verstehen vorgeschlagen, dass er sich bei America's got talent bewirbt. Da du da ja in der Jury sitzt und zur Abwechslung mal keine bildungsresistenten Hohlbirnen, die selbst beim gerade auslaufen noch hinfallen, casten musst, habe ich eine Bitte an dich. Sollte da mal ein etwas zwielichtiger Typ mit eher niedrigem IQ auftauchen, gib ihm eine Chance und hau auf den „Golden Buzzer“, er hat dafür seinen Job bei der NSA aufgegeben. Und grüße mir Howie Mandel, bin ein riesiger Fan von ihm.

Wen ich unbedingt nochmal erwähnen muss und dem auch ein ganz besonderer Dank gebührt ist natürlich der Haslinger Hof in Bad Füssing. Mein Erfahrungsbericht der besonderen Art hat mir schon eine Menge böser Kommentare eingebracht, aber auch sehr viele Zustimmungen. Ich gebe zu, es ist etwas blöd für den Haslinger gelaufen, dass, wenn man bei der Google Suche „Haslinger Hof Erfahrungsbericht“ eingibt, mein Beitrag an erster Stelle auftaucht aber man kann es ja auch als Werbung verstehen. Gut, dass man bei Schlagwörtern wie „Resteficken“ und „Rollatorgangbang“ jetzt eventuell auch den Haslinger als Suchergebnis bekommt ist vielleicht ein bisschen suboptimal, aber irgendwas ist ja immer.


Daher möchte ich nochmals ausdrücklich erwähnen, dass ich den Haslinger Hof liebe. Man kann sehr gut essen, das Personal ist professionell und freundlich und es waren bisher immer sehr schöne Abende/Nächte dort. Ich werde auf jeden Fall immer, wenn ich in der Gegend bin (auch ohne Rollator), den Haslinger Hof sehr gerne besuchen. Also Augen auf halten, vielleicht trifft man sich ja mal im Haslinger. So, krieg ich jetzt Geld für die Werbung?

Wo hab ich nur meinen Kopf. Nun hätte ich doch fast unser geliebtes Österreich vergessen. Der Paltz 4 in meiner Google Statistik geht an Österreich. Jetzt ist das bissl blöd für euch, denn wie beim Eurovison Song Contest heißt es auch hier: „Austria 0 points!“ Da waren wir wenigstens in guter Gesellschaft. Was ist denn da überhaupt passiert? Österreich 0 Punkte, Deutschland 0 Punkte. Hat da Europa sich daran erinnert wo Braunau eigentlich liegt? Na herzlichen Glückwunsch an euch und Willkommen daheim – im Reich liebe Österreicher. Ha ha ha

Was mich natürlich sehr witzig fand, sind die Menge an Klicks auf den diesen Beiträgen:


Trug ein Titel das Wort "peinlich" oder ähnlich im Namen, gings aber richtig los. Sehr interessant!

Es gibt natürlich noch so vielen denen ich meinen Dank aussprechen möchte, aber dann wird denn Eintrag wieder keiner lesen, weil er so lang ist. Der größte Dank aber, geht natürlich nicht nur an die Agenten der NSA die den Blog scheinbar aufmerksam lesen, sondern auch an die „normalen“ Leser. Fast 50.000 Klicks hauen mich echt um. Hätte ich nicht im Traum erwartet als ich das hier angefangen habe.

Dazu noch eine große Bitte, Wem der Blog gefällt oder auch nicht, die Kommentarfunktion darf sehr gerne genutzt werden. Auch das Teilen der Beiträge in den Netzwerken, ob nun bei Google+, Facebook und wie sie alle heißen mögen, freut mich ungemein. Die 50.000 bringen mich echt zum grinsen, aber jetzt wo ich „Blut geleckt“ habe, freue ich mich schon darauf, wenn da mal 100.000 stehen oder mehr. Zugegeben, es ist meist ziemlich sinnfrei was ich hier schreibe, aber das ist das Gerede unserer Politiker auch und ihr wählt sie ja trotzdem.

Eigentlich sollte hier jetzt ein Bild sein auf dem zu lesen ist: „Hier könnte Ihre Werbung stehen.“ War mir dann aber doch zu verwegen. Na ja, vielleicht ist ja der Haslinger Hof an dieser Werbefläche interessiert. Würde doch gut aussehen oder?



Sonntag, 2. August 2015

Die Bordsteinschwalbe, die Hilti und ich

Die Spezies Mensch ist ja eigentlich eine lustige Erscheinung. Es gibt aber Exemplare die einem mal so richtig, ich sag mal, auffallen. Die Rede ist von den lieben Nachbarn. Meine Sammlung dieser Zeitgenossen die ich in den ganzen Jahren zusammengetragen habe sind aber meist immer die selben Typen geblieben, egal wo ich gelebt habe, oder wo diese her kamen.

Da wäre als erstes die Klavierspielerin. Ich habe diese Frau noch nie gesehen, aber hören kann ich sie umso mehr. Sie kann ja gut spielen, aber seit es Filme über geschminkte, glitzernde und Klavier spielende Vampire gibt, klimpert sie mit Leidenschaft hauptsächlich ein Lied, genau dieses Lied. Sie tut dies mit einer Leidenschaft, dass sogar paarungswillige Werwölfe unsere Gegend meiden. Mir ist jedenfalls noch keiner begegnet. Somit muss ich erschreckend feststellen, ich lebe in einem Mascara-Vampir Territorium. Wo wohen eigentlich diese nymphomanischen Milfs aus den Pornos, die müssen doch auch irgendwo eine Wohnung haben?Hier auf jeden Fall nicht...schade!


Dann wäre da noch der Gänseblümchen-Schlächter. Dieser Mensch hat keine Frau, er hat eine Dreiecks-Beziehung mit seinem Rasenmäher und seiner mit Benzin betriebenen Heckenschere. Beide Geräte hat er wohl mit Motoren aus der Formel 1 tunen lassen. Beim Anblick des ersten sprießenden Grashalms glaubst du, am Samstag morgen um sieben, dass du auf dem Nürburgring in der Boxengasse stehst. Wenn er dann mal los legt, gibt es für ihn auch kein halten mehr. Löwenzahn, Grashalme, Postboten, Enkelkinder, nichts ist mehr sicher.

Gut ist, dass man nicht jedes Wochenende seinen Rasen mähen oder die Hecke schneiden muss. Schlecht ist, dass diese Art Menschen auch diejenigen sind, die sich eine Holzheizung zulegen. Nicht wegen der Umwelt oder der Kostenersparnis. Nö nö! Diese hat er sich nur deshalb einbauen lassen, dass er sich endlich aus dem Baumarkt die mit einem Airbusgetriebe ausgestattete Kreissäge für Großschreinereien holen kann. Na herzlichen Glückwunsch an mich!

Warum wohnen katholische Priester eigentlich in eigenen Pfarrhäusern? Das wären doch ruhige Nachbarn. Die paarmal im Monat wo er sich von seiner Haushälterin auspeitschen lässt wäre vom Lautstärkeumfang halb so wild. Den Rest macht er ja eh in in der Sakristei.

Ein ähnlicher Typ ist der Bauarbeiter. Dieser unterscheidet sich vom Stil her nicht viel vom Grashalm-Killer., nur sind diesem Exemplar Uhrzeiten völlig unbekannt. Er ist von Beruf auch auf dem Bau tätig und fühlt sich ohne seine Arbeit einfach nur verloren. Da kann es dir schon mal passieren, dass du Nachts um zehn glaubst, dass jetzt tatsächlich der Russe vor der Tür steht. Was sich schnell als völliger Unsinn herausstellt, der Russe kommt nicht nachts um zehn. Nein, es ist der Nachbar, der gerade dabei ist, mit seiner Hilti ein Loch in seine Gartenmauer zu meiseln, für eine neue Türsprechanlage mit Videoüberwachung. Nebenbei läuft auch schon die Mörtelmischmaschine, denn der hört erst auf, wenn die Anlage eingebaut und das Loch wieder gestopft ist. Gut, so oft installiert man jetzt keine neuen Türsprechanlagen, aber es gibt ja immer was zu tun (yippie ya ya yippie yippie yeah). Zudem kommt, dass diese Art Mensch zu den äußerst hilfsbereiten gehört und das alle Nachbarn dann ja auch so etwas haben müssen.

Verehrend ist es dann, wenn du gerade im Bett liegst, schön vor dich hinträumst und du plötzlich denkst, „wow“ was für ein realistischer Traum, sogar die rhythmischen Bewegungen kannst du noch immer spüren. Dabei ist es nur der Nachbar, der seine Einfahrt neu pflastern will und dadurch dein ganzes Haus vibriert, weil er am Samstag früh um 6 Uhr auf die Idee gekommen ist, diese mit einer Rüttelplatte zu bearbeiten. Der Hammel, der gescherte. Wer jetzt noch keine Rüttelplatte in Aktion erlebt hat, der stelle ich einfach vor man hätte einen Leopard 2 Panzer mit einem Gummiball gekreuzt.

Neu ist die Panflöte. Vom Grund her ein sehr schönes Instrument. Und welcher Mann hat schon was gegen Frauen die b...lassen wir das. Leider ist sie nicht mal ein drittel so begabt wie Zamfir. Man könnte auch sagen sie ist völlig talentfrei, also an der Panflöte. Es gibt so schöne Hobbys. Sie könnte doch auch in ihrem Garten Nudisten-Schulungen halten oder Tantra-Massagen praktizieren, aber nein es musste ja ne Panflöte sein. Zugegeben, Tantra könnte eventuell zu starker optischer Belästigung führen, aber wenn die Künast kommt,kann man ja weggucken. Außerdem kann ich ja nicht nur Pech haben.

Da frag ich mich doch, wo wohnen eigentlich die ganze Prostituierten in Deutschland? Auch Bordsteinschwalben brauchen doch ein Nest. Die müssen doch auch irgendwelche Wohnungen bewohnen. Wären doch bestimmt auch ruhige Nachbarn. Also die wo in einem Bordell arbeiten, nicht die mit der Heimarbeit.Wobei, das wäre dann ja auch wieder gut für den katholischen Pfarrer. Der Kreis schließt sich.

Zu erwähnen wäre auch der Marathongriller. Dieser kommt in einer Sonderanfertigung daher, der wurde nämlich gleich mit dem Add-on der Winter-Edition programmiert. Die Erfindung des Terrassenheizers macht es möglich. Für diesen Typ gibt es keinen Sommer oder Winter. Er unterscheidet lediglich in Tagen wo man grillen muss, also April bis September, und Tagen wo man grillen kann, also dem Rest vom Jahr. Ein paar Gasflaschen in die Heizpilze und los gehts. Der verbraucht mehr Grillkohle als ein Kohlekraftwerk. Natürlich immer verbunden mit einem kleinen Fest für die Nachbarn. Was zur Folge hat, dass weder der Blumen-Ripper noch der Bauarbeiter zu hören sind, weil sie ja gerade am Steak futtern und Bier trinken sind und dann doch fast schon ein bisschen Ruhe einkehrt. Der Nachteil ist, dass man unwahrscheinlich Hunger bekommt, weil du nur noch den Duft von Grillfleisch in der Nase hast. Aber irgendwas ist ja immer.

Als letztes Beispiel muss ich mich noch selbst erwähnen. Bin ja auch irgendwie Nachbar. Ich gehöre zu der Sorte: „Meine Nachbarn hören gute Musik – ob sie wollen oder nicht.“

Aber so ist das scheinbar mit uns Menschen. Im Toleranz, Verständnis und Rücksicht fordern sind wir ganz groß, beim zeigen schneiden wir da doch eher bescheiden ab. Wäre es anders, müssten wir uns keine Meldungen von ertrunkenen Menschen im Mittelmeer ansehen. Die für mich größte Schande Europas und Deutschlands seit den Nazis.

Aber was interessieren uns ertrinkende Menschen im Mittelmeer, solange zu den Klängen der Musik, der Betonmischer läuft, der Rasenmäher brummt und wir danach zusammen unser Steak essen können unter dem Terrassenheizer. Ja wo würden wir den hinkommen, wenn hier einfach jeder sicher über das Meer schippern und unser schönes geregeltes spießbürgerliches Leben durcheinander bringen könnte. Am Ende ist es der „Mohr“ der Montag morgens gut gelaunt auf der Arbeit erscheint, mit Hingabe seinen Rasen mäht, uns im Baumarkt freundlich grüßt und auch noch verdammt gut Panflöte spielt. Wir haben solange an unserer dekadenten Gesellschaft gefeilt, unser klares Weltbild geformt, der Rasen mähende Schwarze, der eventuell auch noch ein Moslem ist, passt einfach nicht unter unseren Terrassenheizer. Und schon gar nicht in die Nachbarschaft.

Zum Schluss bleibt nur noch die Bordsteinschwalbe übrig. Über die beschwert sich seltsamer Weise niemand. Oder habt ihr schon mal von irgendeiner rechten Gruppierung gehört, NPD, AFD, CSU und wie sie alle heißen mögen, dass Ausländerinnen deutschen Nutten den Arbeitsplatz weg nehmen? Also ich nicht. Habe allerdings in diesem Bereich auch noch nichts vom Fachkräftemangel gelesen.

Sonntag, 12. Juli 2015

Der Wahnsinn ist immer und überall

Nun ist es ja schon wieder einige Zeit her, dass ich etwas geschrieben habe. Es lag nicht daran, dass es keine Themen gäbe, ganz im Gegenteil. Es ist sozusagen ein Überangebot.

Da wären ja immer noch die bösen Russen. Gut Kalinka Putin hatten wir aber schon. Dann der Abhörskandal der einfach nicht zum Ende kommt. Die NSA war aber auch schon dran. Ich lass ja mittlerweile schon die Haustüre offen stehen, dass die Jungs nicht die Tür eintreten müssen. Kostet ja alles Geld. Aber es kommt ja keiner. Da die NSA-Knilche wissen wo und wie ich wohne werden die wohl auch nicht kommen, ist ja kein Platz, steht ja der Russe vor der Tür. 
Ich brauch nen größeren Hausgang.

Ok, dann hätte ich mal wieder was über das jährliche Sommermonster schreiben können. Das ist ja schließlich letztes Jahr ausgefallen, weil es einfach keins gab. Das letzte war 2013. Lotti die Schnapp-/Aligatorschildkröte irgendwo in Bayern. 2014 war eine echte Monsterflaute. Die Lücke hat dann aber der ADAC ausgefüllt. Nur das er dabei etwas übereifrig war. Wir hätten ein Sommermonster gebraucht, das bedeutet im Sommer, nicht schon im Januar. Aber gut, man nimmt was man kriegen kann..

Um zurück zum Monster 2015 zu kommen. Wir hätten da wieder eine Schnappschildkröte haben können, diesmal in Ansbach in Mittelfranken. Ihr erinnert euch daran, was das für eine über Wochen andauernde Jagd nach dem Vieh in Bayern war? Dutzende, unsere auf die Schildkrötenjagd ausgebildeten Spezialkräfte, also die freiwillige Feuerwehr, waren im Einsatz. Das wäre wieder eine wahnsinnige Story geworden, wenn das doofe „Viech“ sich nicht ausgerechnet Franken ausgesucht hätte. In Franken brauchen wir für so etwas keine Spezialkräfte, Hubschrauber etc. Auch keine Wochen benötigen wir Franken dafür. Wir schicken einfach einen 62 jährigen Rentner mit ner Angel zum See und die Sache ist in 40 Minuten erledigt. Von wegen Ninja Turtle, das ich nicht lache. Gerüchte das es sich bei dem Angler um Chuck Norris handelte sind schlichtweg falsch und reine bayrische Propaganda. Neidhammel elendige!  
Darauf ein dreifach donnerndes Franken …....falsche Jahreszeit.

Dann könnte man auch wieder den Griechen bringen. Jetzt ist dies aber ein Thema das keiner mehr hören möchte. Das ist wie damals mit dem „Holzmichl“- Lied, das konnte auch keiner mehr hören.
Lebt denn der alte Holzmichel noch, Holzmichel noch, Holzmichel noch......:“
Also fällt der Grieche auch aus. Gibt ja auch nicht wirklich etwas neues zu dem Thema nur die Zahlen von denen gesprochen wird, die werden immer höher. Ansonsten ist alles gleich geblieben.
 „Spart den der alte Holzgrieche noch, Holzgrieche noch, Holzgrieche noch....:“

Die eigentliche Sensation in diesem Jahres ist etwas aus meinem persönlichen Bereich. Ich habe jetzt WhatsApp. Nicht das ich es jetzt wirklich benutze, aber ich habe es. Die Smartphone-Technik und ich sind nicht wirklich kompatibel. Als erstes scheitert es schon mal daran: "Wem soll ich was schreiben?" Ich habe keine Ahnung. So aufregend ist mein Alltag nicht, dass ich es sofort im Netz verbreiten müsste und auch per WhatsApp ist es nicht nötig andere Menschen sofort damit zu belästigen. Erschwerend kommt hinzu, dass meine Finger und der „Drauf-rum-dadsch“-Screen nicht synchron laufen. Da kann ich machen was ich will.

Die Buchstaben auf dieser virtuellen Tastatur sind so klein, so winzig klein. Ja spinnst du! Ich tippe aufs h und treffe gleichzeitig jkui. Also versuche ich die Buchstaben wieder zu löschen, was dazu führt, dass ich nicht die Taste fürs löschen betätige sondern dem jkui noch die Buchstaben l und p hinzufüge. Die Autokorrektur macht sich derweilen lustig über mich und bringt mir den Wortvorschlag Mozilla. Sie will mir also sagen: „Benutze mit deiner Pratze bitte eine normale Tastatur und schreib eine E-Mail.“ In der Zeit die ich brauche eine Kurznachricht zu tippen, da könnten sogar bayrische Feuerwehrmänner Schnappschildkröten fangen und Preußen einen Flughafen bauen.

Was war noch? Bombendrohung bei Germanys Next Top Model. Dabei bin ich mir jetzt aber nicht ganz sicher ob das ein Verbrechen gewesen ist oder es als Notwehr zählt. Das Live-Finale ist auf jeden Fall geplatzt, die Halle wurde geräumt. Das Motto bei der Evakuierung lautete Heidi und und Joopis zuerst, der Rest durfte die Bombenstimmung noch etwas genießen. Ich habe ja gehofft das macht Schule und kann als Vorbild dienen, war doch kurz darauf der Eurovision Song Contest.  
Bombenleger 0 Points. Naja schade, vielleicht beim nächsten mal.

Ein paar unspektakuläre Kurzmeldungen gab es auch noch. Der neue alte Pate wurde im Amt bestätigt, um kurz nach der Wahl zurückzutreten. Don „Sepp der Depp“ Platter hat die Wahl um den FIFA Vorstand gewonnen und ist dann einfach gegangen. Da hat im wohl einer ein Angebot gemacht, das er unmöglich ausschlagen konnte. Ob dieses von den chinesischen Triaden stammt oder von der italienischen Mafia ist bis dahin noch ungeklärt. Ich würde ihn auch als Leiter des Berliner Flughafens in Betracht ziehen wollen. Deswegen würde der Flughafen auch nicht eher fertig werden, aber wahrscheinlich würde er innerhalb von 4 Wochen auch ohne Flugverkehr schon Gewinn machen. Nur so eine Idee.

Zum Schluss noch eine Erfahrung die ich erleben musste, während der Hitzewelle in Deutschland. Ja, ja, zugegeben, es ist nicht wirklich ein Hitzewelle in Deutschland, es ist halt Sommer, mehr aber auch nicht. Aber darunter machen wir ja keine Schlagzeilen mehr. Nach drei Tagen 30 Grad wartest du eigentlich schon darauf, dass die Bild Zeitung schreibt: „Wird es je wieder regnen?“ 

Dieses Thema hatte ich ja aber auch schon mal. Da ich noch immer in der selben Wohnung wohne hat sich da auch hier nichts verändert. Mit zunehmenden Alter habe ich aber das Gefühl, dass es im Sommer immer wärmer in der Wohnung wird. Jeder der selbst eine Dachwohnung bewohnt, kennt das Problem. Sobald die Aussentemperaturen die 30 Grad erreichen ist es in der Wohnung luzifermäßig heiß. Da mir Klimaanlagen einfach zu teuer im Unterhalt sind helfen da nur Ventilatoren, viele Ventilatoren, mit dem Ergebnis, dass das Wohnzimmer ausschaut wie ein verdammter Nordsee Windpark. Gleichzeitig jagen die Zimmerpflanzen der Gießkanne hinter her- im Slalom um die Ventis. Riesenstimmung in der Bude.
Wetter ist wie ich - über dreißig und heiß! (blinzel)

Aber die Hitze schien wirklich nicht nur mir in den Kopf zu steigen. Bekam ich doch einen Anruf von einem Bekannten, der nur ein paar Häuser weiter wohnt. Fragt der mich doch tatsächlich, ob es bei mir auch so heiß wäre. Nach einem kurzen Moment in dem ich ungläubig das Telefon anstarrte, hab ich einfach nur gesagt: "Ne du, ab Hausnummer 30 schneits seit ner halben Stund."
Ja so ein Haubentaucher!