Mittwoch, 28. August 2013

Die Rückkehr des Sommermonsters

„Ein Loch ist im Eimer Karl Otto, Karl Otto
ein Loch ist im Eimer Karl Otto, ein Loch“

Es ist zwar kein Loch in einem Eimer, aber es war wohl wieder eines im Sommer. Das Sommerloch hat auch dieses Jahr wieder zugeschlagen. Und wie wurde es gestopft? Nein, nicht mit Stroh, sondern mit Lotti. Lotti, ist eine Schnappschildkröte oder auch Aligatorschildkröte, die sich angeblich in einem See in Bayern herum treibt. 

Wer denkt sich die Namen für diese Monster aus? Ich meine Lotti, klingt ja schon sehr gefährlich. Das ist doch kein Name für ein gefährliches Tier das Menschen beißt. So ein Vieh braucht doch einen Namen der alle in Angst und Schrecken versetzt. Aber nein, wie nennen wir es? LOTTI! So einer Bestie gebe ich doch einen grauenvollen Namen wie z. B. Angela oder so. Das ist eine echte Krankheit von uns Menschen. Ich glaub ja das ist ein Virus, der auch schon Buchautoren infiziert hat. Die nennen ihre Monster auch schon Edward und Jacob.

Jedes Jahr, bekommen wir ein neues Vieh, dass in unseren Landen sein unwesen treibt. Bär, Kuh, Kaiman, Krokodil und jetzt eine Schnappschildkröte. Wo kommen dieses Biester eigentlich immer her? Werden die heimlich gecastet? Und warum muss es ausgerechnet eine Schnappschildkröte sein? Da werden wir doch gleich wieder mit einem dämlichen Lied gefoltert – Schnappi Reloaded.

Was ich mich auch Frage, warum werden diese Untiere immer auf den Otto-Normal-Bürger losgelassen? Warum werden immer normale Menschen angegriffen? Wieso kann nicht mal jemand seine beiden Nashörner im bayrischen Landtag aussetzen, oder seine Giftspinnen im Kanzleramt frei lassen? Da geht wenigstens nichts kaputt und es gäbe nur minimalen Verlust, wenn überhaupt.

Am meisten erstaunt mich immer die Tatsache wie wir in Deutschland solche Tiere fangen wollen. Dies habe ich schon letztes Jahr bei der Suche nach dem Krokodil in einem Schwandorfer See bemerkt. Als erstes rückt da immer die Feuerwehr an. Dieses mal war es ja nicht anders. Auf der Jagd nach Lotti kamen sogar Spührhunde zum Einsatz. Das ist ja mit dem ersten Gedanken gar nicht schlecht. Bei genauerer Überlegung allerdings kommen mir da doch ein paar Zweifel. Wieso kann ein bayrischer Spührhund eine Aligatorschildkröte wittern? Wo hat er das gelernt? Besser gefragt wer hat ihm das beigebracht und warum? Ich meine, wer hatte die Idee oder hielt es für nötig, dass ein bayrischer Hund eine Aligatorschildkröte wittern können muss? Mit was rechnet man in Bayern?

Na vielleicht ist es nur ein Mitglied der Ninja Turtels, das hier Urlaub macht. Dann sollte man nur einfach den Pizzaboten verfolgen. Aber mal ehrlich, warum schicken wir in Fällen von gefährlichen Tieren die Feuerwehr an den Ort des Grauens? Das ist mir schon letztes Jahr beim Schwandorfer Krokodil aufgefallen. In was werden unsere Feuerwehrleute alles ausgebildet? Feuerlöschen, Bergung von Verletzten, Großwildjagd?

Ich hab es letztes Jahr schon gesagt und wenn es so weiter geht werde ich es wohl doch irgendwann mal ausprobieren. Ich rufe einfach mal mitten in der Nacht bei der Polizei an und sage denen, dass gleich auf den Feldern vor meiner Wohnung eine außerirdische Invasionsarmee gelandet ist oder meinetwegen das Alien. Bin mal gespannt was ich zur Antwort bekomme. Ich kann es mir ja schon denken was dabei raus kommt: „Keine Angst, bleiben Sie ruhig die Feuerwehr ist schon unterwegs!“ Na subber!

Samstag, 17. August 2013

Weil mich die Kartoffel ganz Banane macht

Samstag Abend 19:30 Uhr, der richtige Moment für mich um einen Supermarkt zu betreten. Für eine menschenscheue Person wie mich der beste Zeitpunkt. Außerdem ist die Auswahl meist so gering, dass man erstens nicht lange braucht und zweitens gar nicht die Möglichkeit hat übertrieben viel einzukaufen. Ganz klarer Vorteil, wenn man in der Finanzwelt gleich nach Griechenland erwähnt wird.

Was mir aber trotz Zeitmangel immer wieder auffällt sind die Bio-Produkte, insbesondere in den Obst- und Gemüseregalen. Habe mal wieder gedacht, hey Bananen wären doch eine super Idee. Jetzt bekommt man um diese Uhrzeit ja nur noch Bio-Bananen. Egal dachte ich mir und bewegte mich, mit Gedanken an meinen Finanzstatus, in einer Sirtaki ähnlichen Kreisbewegung um den Obststand herum zu den Bio-Bananen. Andere gab es es ja nicht mehr. Diese wahren noch zu genüge vorhanden, sahen auch gut aus, also schlug ich zu. Vier oder fünf Bio-Bananen verpackt in einer Folie. HÄ? BIO-BANANEN IN EINER PALSTIKFOLIE? Zu Testzwecken schaute ich bei den Bio-Katroffeln vorbei. Dort angekommen, riskierte ich einen verwegenen Blick zu den Erdäpfeln um zu erkennen, dass diese ebenfalls in einer Plastiktüte verpackt waren. Bio-Obst verpackt in Plastik. Also um das zu verstehen, müsst ihr erstmal genügend chemisch gedüngtes Obst futtern, sodass eine ausgewachsene Psychose entsteht um überhaupt an die Medikamente ran zukommen, die es euch erst ermöglichen dies begreifen zu können. Bio-Gemüse in Plastiktüten ist so ähnlich als wenn ich sagen würde: „Hey ich habe endlich das Rauchen aufgehört, aber ohne Koks hätte ich es nie geschafft.“

Also ich weiß nicht wer auf diese Idee kam und welchen Alkohol diese Menschen trinken. Aber ich denke, wenn dies Gruppe von Menschen auf Ouzo aus Griechenland umsteigen würden, könnten sie einen enormen Teil zur Bewältigung der griechischen Finanzkrise beitragen. Unter drei Flaschen Ouzo zum Frühstück können solche Ideen wohl nicht entstehen. Und der Level muss den ganzen Tag gehalten werden, sieben Tage in der Woche. Solche Menschen fahren nicht in Urlaub, die gehen auf Entgiftung.

Da mir das Thema jetzt so gar nicht aus dem Kopf ging, fiel mir ein, dass dies jetzt nur ein kleiner Supermarkt war und dass in größeren Märkten, wie EDEKA oder Marktkauf bestimmt auch Kartoffeln einzeln gekauft werden können, also lose und nicht in Plastik verpackt. Habe mich dann mal umgesehen und festgestellt, ja dies ist sehr wohl möglich in größeren Geschäften. Jetzt ist es aber eher unvorteilhaft Kartoffeln lose in den Einkaufswagen zu werfen um nicht zusagen schlichtweg doof. Insbesondere beim zahlen an der Kasse kann dies zur enormen Zeitverlust führen. Von dem dummen Gesicht der Verkäuferin will ich gar nicht sprechen, wenn sie jede Kartoffel einzeln wiegen und in die Kasse einscannen müsste. Dies würde wohl spätestens beim losen Verkauf von Bio-Erdnüssen auf Unverständnis auf Seiten des Personals führen. Also hat man sich hier nun auch Abhilfe geschaffen, in dem die Geschäfte in ihren Obst- und Gemüseabteilungen ein praktisches Hilfsmittel eingeführt haben. Angebracht auf Ständern, auf Rollen oder zusammengeheftet, hängen dort nun.......Plastiktüten in die ich meine Bio-Kartoffeln einpacken kann. Manchmal stößt sogar Alkohol an seine Grenzen.

Nach dieser Erfahrung lasse ich mir jetzt erstmal einen Termin bei einem Psychologen geben um an die besagten Medikamente ran zukommen und zur Sicherheit werde ich in den nächsten Supermarkt gehen und dort Sachen für mein Frühstück kaufen – drei bis vier Flaschen Ouzo, den gibt es nämlich nur in recyclingfähigen Glasflaschen.

Mittwoch, 7. August 2013

Kann man so sehen, muss man aber nicht

Wer mit einem Verstand bestraft wurde der meinem gleicht, der kennt das Problem, so sehr man sich auch anstrengt man kann diesen einfach nicht abstellen. Mein Hirn ist pausenlos am arbeiten und wer auf meiner Seite schon öfters herum geblättert hat weiß, dass meistens nur Unsinn dabei heraus kommt. Unter diesem Problem scheinen auch Politiker zu leiden. Bei mir ist das jetzt nicht weiter tragisch, trage ich in diesem Land keinerlei Verantwortung, bei den Politikern sieht es da schon anders aus. Deren geistigen Ausschuss müssen ca. 85 Millionen Menschen ausbaden und das nur in diesem Land.

Nehmen wir zum Beispiel die Partei der Grünen. Stichwort Veggie-Day. Vorweg, das positive daran, ist die Reaktion der Menschen auf diese, ich will mal sagen, hirnverbrande Idee. Wer hätte gedacht, dass Deutsche sich noch so über Politiker aufregen können und vehement gegen eine reine Idee protestieren? Ja, beim Schnitzel hört die Staatstreue auf. Man kann dem Deutschen die Autos weg nehmen, man kann ihn in die Altersarmut treiben, ihn für fünf Euro die Stunde beschäftigen, aber für sein Schnitzel wird er töten. Da ist Schluss mit lustig.

Wenn ich schon bei Spaß angekommen bin, schon mal diese lustige Hartz IV Broschüre gelesen?
Das Jobcenter Pinneberg, hat eine Art Ratgeber herausgegeben, die Hartz IV Empfängern Tipps zum sparen gibt. Dieser ist teilweise wie eine Art Geschichte geschrieben, die eine Familie begleitet, in der der Ehemann und Vater nun ALG II bezieht. Hier wird unter anderem zur fast fleischlosen Ernährung geraten, also sozusagen Veggie-Life, das Verkaufen von unnötigen Dingen wie Möbel die sinnlos auf dem Dachboden oder im Keller herumstehen, zum trinken von Leitungswasser usw.

Ich möchte an dieser Stelle den Pinnebergern ARGE Mitarbeitern nichts unterstellen, war bestimmt gut gemeint, aber sind sie hier doch mal so weit über dass Ziel hinausgeschossen, dass man glatt von einer Erdumrundung sprechen kann. Wer in diesem Land ein oder je nach Alter zwei Jahre Arbeitslosengeld eins bezogen hat und dann in Hartz IV fällt, der hat meistens schon nichts mehr. Er bekommt ja Harz IV eh erst, wenn sein Vermögen unter 3000 € gefallen ist. Er hat schon alles verloren was er sich angespart hat und nicht der Altersversorgung dient. Jetzt soll er auch noch Sachen verkaufen die ihm evtl. wichtig sind? Ganz davon abgesehen, dass bei den läppischen Mietpreisen heutzutage ja alle Hartz IV Empfänger bestimmt riesige Keller oder Dachböden haben wo sich ungeahnte Schätze verbergen.

Auch der Tipp mit dem Leitungswasser war bestimmt nicht böse gemeint. Da gibt es jetzt nur folgendes Problem. Eine fünfköpfige Familie braucht da schon mal den ein oder anderen Liter am Tag. Man nimmt eine durchschnittliche Ersparnis beim trinken von Leitungswasser statt Mineralwasser von 0,2 Cent pro Liter an. Bleiben wir bei der fünfköpfigen Familie. Man soll 3 - 4 Liter am Tag trinken. Nehmen wir also die drei Liter. Das wären in einem Monat mit 30 Tagen also 90 Liter. Dies nehmen wir mal 0,2 Cent Ersparnis, sind 18 Euro die eine Person gespart hat, bei 5 Personen sind es 90 Euro im Monat. Durch das glückliche Händchen unserer Politiker beim zerstören von Arbeitsplätzen nehmen wir an, dass er nun weiterhin ALG II bezieht und das ein ganzes Jahr lang. So rechnen wir die 90 Euro hoch auf zwölf Monate und kommen auf 1080 Euro.
Die Familie hat also 1080 Euro im Jahr gespart. Hat sie das wirklich? Nehmen wir nochmal die drei Liter am Tag pro Person. Das wären bei fünf Personen 15 Liter am Tag und bei durchschnittlich 30 Tagen im Monat 450 Liter im Monat. Das auf ein Jahr gerechnet wären 5400 Liter. 5400 Liter die die Familie nun am Jahresende mehr auf der Nebenkostenabrechnung im Wasserverbrauch hat. Und wer zahlt das jetzt? Da kommt evtl. in der Jahresendabrechnung der Nebenkosten eine nette Überraschung heraus, was evtl. dazu führen kann, dass diese sich erhöhen, was dann wiederum dazu führt, dass die netten Menschen von der ARGE der Familie mitteilt, dass ihre Wohnung zu teuer ist. Unter dem Gesichtspunkt super Tipp, oder?

Man könnte den Kindern der Familie auch den Tipp geben, in die Wohnungen der Nachbarschaft einzubrechen, die sich im Urlaub befindet und deren Leitungswasser zu trinken und deren Möbel und sonstiges zu verkaufen. Wenn sie nicht erwischt werden, ist die Gewinnspanne höher und wenn sie erwischt werden ist es auch nicht schlimm. In dem Fall kommt dann das Jugendamt, nimmt die Kinder den Eltern weg. Somit schrumpft die Familie auf zwei Personen und das mit dem Leitungswasser rechnet sich evtl. wieder. In diesem Zusammenhang fällt mir der "Gurkensalat scharf" der Firma Leis ein. Die hat gerade eine Rückrufaktion gestartet, weil sich in den Gläsern eben diesen Produktes Glasscherben befinden können. Hier könnte doch die ARGE Pinneberg nun aktiv werden und dafür sorgen, dass die zurückgerufenen Gläser nicht vernichtet werden, sondern an die Tafel in Pinneberg gegeben wird. Somit könnte man Familien, die nicht dafür geeignet sind in krimineller Absicht die Wohnungen der Nachbarn zu plündern, auch dezimieren. WIR SPAREN, KOSTE ES WAS ES WOLLE!

Wenn ich jetzt schon bei kriminell bin, möchte ich mich zum Schluss mal der deutschen Autoindustrie widmen. Es geht um die Reduzierung des CO2 Ausstoßes. Bei diesem Thema bebt die Automobilindustrie wie der normal Deutsche wenn man ihm sein Schnitzel weg nehmen will.
„Das kostet tausende von Arbeitsplätzen“, sagt da die Industrie.

Jetzt muss mir mal einer erklären, warum. Wenn ein Auto weniger CO2 produziert, verringert sich doch nicht die Anzahl der Mitarbeiter die ich brauche um eins zu bauen. Oder sehe ich das falsch?
Da ich mir sicher bin, dass ich das nicht falsch sehe, habe ich Nächte lang darüber gegrübelt.
Um den CO2 Ausstoß zu verringern gibt es eine einfache Lösung, ich verringere einfach die Höchstgeschwindigkeit. Einfache Rechnung, weniger Leistung, weniger Benzinverbrauch, weniger CO2. Das will aber niemand, weder in der Autoindustrie, noch die Mineralölgesellschaften und der Finanzminister schon gleich gar nicht. Ist klar, weniger Benzinverbrauch, ist weniger Benzinverkauf, ist weniger Öko- und Mehrwertsteuer. Der geringere Benzinverbrauch schmeckt auch den Mineralölgesellschaften nicht. Der Autoindustrie hingegen könnte das doch egal sein. Im Gegenteil, eine Gesellschaft die weniger Geld für Benzin und Steuern ausgeben muss, hat doch mehr Geld übrig um Autos zu kaufen.

Nun bleiben nur noch zwei Gesichtspunkte übrig. Entweder die deutschen Autofirmen können zwar Autos mit 200, 250, 300, 350 km/h Geschwindigkeit bauen, aber die verbauten Materialien und die Bauweise ist so schlecht, dass diese Autos dies gar nicht auf Dauer aushalten und deshalb früher kaputt gehen.
Das kann ich mir aber bei Mercedes, Audi, VW und BMW nun nicht richtig vorstellen.

Also bleibt nur der letzte Aspekt. Das wiederum würde auch den immer wiederkehrenden und zum scheitern verurteilten Versuch von Tempolimit 120 auf unseren Autobahnen erklären. Geringere Geschwindigkeit ist weniger gefährlich. Weniger gefährlich bedeutet weniger Unfälle. Weniger Unfälle bringen weniger Totalschäden mit sich und das wiederum heißt weniger neue Autos werden gebraucht. Das würde auch wieder die enormen Sicherheitsverbesserungen in unseren Autos erklären. Tote kaufen keine Autos!

Aber irgendwie fällt mir es schwer auch das anzunehmen. Weil um den tieferen Sinn dieser Annahme klar zu machen muss ich mit einem Vergleich arbeiten. Es wär nämlich dann das selbe, als wenn unser Finanzminister sich für ein Ende von Tempo 30 Zonen oder Schrittgeschwindigkeit vor Kindergärten, Schulen und in Spielstraßen aussprechen würden, weil dies zu längeren Zeiträumen auf die Auszahlung von Kindergeld führen könnte. Da aber noch nicht mal ich dies jemanden unterstellen möchte, soll sich da jeder selbst seine Meinung darüber bilden was nun der Grund dafür ist.



Freitag, 2. August 2013

Hurra, die 20000 sind da!


20.000. Das ist die Zahl, die mir in der Statistik meines Blogs angezeigt wird. So oft wurde nun meine Seite aufgerufen. Donnerwetter!

Für viele Blogger ist das jetzt nix besonderes, die haben diese Menge in einem Monat. In meinem Fall, einem „Möchtergern-Schreiberling“ und Aushilfsblogger, ist das aber eine enorme Zahl. Besonders wenn man bedenkt, dass ich mir keine Pflicht auferlegt habe ständig etwas neues zu schreiben. Das tue ich nur wenn ich Zeit und Lust habe und mir ein passendes Thema über den Weg läuft. Zugegeben, bei den ganzen Stimmen die ich im Kopf habe ist das Thema meist kein Problem, die Stimmung dazu aber schon. Stichwort manisch, mehr sog i net.

Für so einen Anlass, der ja doch schon die nationale Sicherheit betrifft, dachte ich mir, ich schreibe einen Eintrag im Form einer Oscar-Gewinner-Rede. (Ich hoffe mal das jeder Leser jetzt in Abendgarderobe vor dem Bildschirm sitzt!?!?) So machte ich mich ans Werk. Da tat sich schon das erste Problem auf. Wem alles sollte ich nun meinen Dank aussprechen? Den Stimmen in meinem Kopf? Den Protagonisten über die ich geschrieben habe? Der NSA, dem Super-Specialagent der ca. 40 Aufrufe pro Eintrag in meinem Blog gebraucht hat um zu verstehen, dass er hier nur völligen Unsinn liest? Somit habe ich diese Idee doch gleich wieder verworfen. Der Agent der NSA ist mir zu doof, die Menschen die beschrieben wurden haben es ja nicht freiwillig getan und all den Personen zu danken, die als Stimmen durch meinem Kopf flitzen hätte schlicht und einfach zu lange gedauert. Da wäre es einfacher gewesen das deutsche Steuerrecht auswendig zu lernen.

Ganz davon abgesehen, dass für einen Oscargewinner immer eine Laudatio gehalten wird. Die wiederum hätte einen Laudator/in benötigt. Wer hätte die denn halten/schreiben sollen? Diese/r muss doch auch irgendwie zu dem Laureat, also mir passen, aber jeder berühmte Psychopath ist ja bereits tot oder es handelt sich nur um eine fiktive Person. Mitglieder der Manson Familie? - tot. Kermit der Frosch? - fiktiv. Darth Vader? - fiktiv und tot. Jürgen Möllemann – mmhh FDP, bei den Umfrageergebnissen? Fiktiv und tot. Na alle sind sie nicht tot, es gibt schon noch einige, naja viele, aber wer möchte sich schon von einem deutschen Politiker „lobpreisen“ lassen? Da wäre ähnlich passend, als würde man Barack Obama den Friedensnobelpreis verleihen. Äh, ooops!

Ausländische Prominenz fällt ja nun Dank Frau Merkel eh aus. Man kann dieser Frau einiges vorwerfen, besonders dass sie nichts tut, aber eines muss man ihr lassen und dies hat sie auch ganz alleine geschafft. Bei den Menschen in Europa sind wir nun annähernd so bliebt wie seit ca. 70 Jahren nicht mehr. Insbesondere im südlichen Teil unseres Kontinents, die Menschen dort, ich möchte schon fast sagen, hassen uns ja schon wieder. Was ich nun wiederum schon fast irgendwie erheiternd finde. 68 Jahre nach dem Krieg ist Deutschland das führende Land in Europa, steht wirtschaftlich mit am besten da (noch!), mischt sich in ganz Europa und außerhalb in die Politik anderer Staaten ein, unsere Truppen sind auf der ganzen Welt verteilt (Afghanistan, Kosovo, Mallorca, Afrika usw.) und die Menschen im Ausland hassen uns wieder – wenn das der Führer noch erlebt hätte. Manchmal frage ich mich wirklich ob wir den Krieg tatsächlich verloren oder einfach nur die Strategie geändert haben? Sollen wir 2015 nun 70 Jahre Frieden oder 70 Jahre Guerillakrieg feiern? Den „Ällabätsch, wir haben euch 70 Jahre lang mal so richtig verschaukelt Tag!“ Das wäre doch mal ein ehrlicher Feiertag, oder?

Ganz im Gegenteil zu meinem kleinen Problem hier, wäre es bei diesem Ereignis bestimmt kein Problem einen passenden Laudator zu finden. Ich bin mir sicher, dass Thilo Sarrazin hierfür Zeit hätte. Im Notfall würde bestimmt auch Günter Grass einspringen. (Was gefeiert werden muss)

All dies hilft mir nun aber immer noch nicht dabei, meinen Blog (der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Abendland vor dem Untergang gerettet hat) und seine 20.000 Aufrufe richtig zu würdigen oder dies einfach nur zu feiern. Immerhin, ist mein Blog ja schon mal bei news.de erwähnt worden. Zugegeben, die Redakteurin Isabelle Wiedemeier hat ihn wohl nicht für gut befunden. Das Gegenteil war wohl eher der Fall, sie hat ihn als Negativbeispiel erwähnt, also meinen Weihnachtseintrag, aber immerhin.

Irgendetwas wird mir da aber schon einfallen um dieses kolossale Ereignis gebührend zu feiern und das werde ich dann auch spontan umsetzen bevor ich mich dann an noch größere Themen als meinen Blog heranwagen werde. Themen die die Grenzen unseres Sonnensystems bei weitem übertreffen werden, Themen, die in die Geschichte einfließen werden wie der mächtige Amazonas in den Chiemsee – jetzt aber muss ich erstmal Wäsche aufhängen.














Mittwoch, 17. Juli 2013

Bericht eines Sterbenden - Mein sicherer Tod!

Es gibt für Männer Zeiten, die sind für sie schlimmer als die Apokalypse. Da wachst du mitten in der Nacht schweißgebadet auf und dir ist sofort klar, du bist dem Ende nahe. Da ich gerade in diese ausweglose Situation geraden bin, möchte ich auf dem Sterbebett liegend noch diesen letzten Eintrag schreiben.

Ich habe mich noch bis zum Morgen relativ gut gehalten, mich dann mit letzter Kraft zum Arzt geschleppt, um dort die verheerende Diagnose zu vernehmen. Mir war schon im Vorhinein klar, es kann sich nur um Malaria oder Ebola handeln, aber was dann kam hat meine schlimmsten Erwartungen übertroffen.

Mein Arzt kam rein, schaute mich mit ernstem Gesicht an und meinte: „Das sieht nicht gut aus für dich.“ Sein Gesichtsausdruck passte sich meinem an, man könnte hier durchaus vom Leiden Christi sprechen, und er sagte: „Na da hast dir ja ne wahnsinns Erkältung eingefangen!“

ERKÄÄÄÄLTUUUUUNG, NEIIIIIIIIIN ICH WILL NICHT STERBEN!

In solch einer Situation muss ein Franke tun, was ein Franke eben tun muss, er setzt sich Zuhause hin, sicher im dem Glauben, dass er dies nicht überleben wird und schreibt sein Testament während sein Leben wie in einem Film vor seinem Auge abläuft.

Ja mein Gott, es ist ja nichts neues, dass Männer in solchen Situation Jammerlappen, Weicheier und Trunbeutelträger sind. Frauen sind da völlig anders aufgestellt. Wenn eine Frau im Winter bei minus 20 Grad, mit 40 Grad Fieber aufwacht, denkt sie sich oh, da stimmt was nicht. Dann wischt sie sich den Schweiß von der Stirn, macht das Fenster auf und sagt: „Aha, warm heute, ich glaub es wird Frühling.“, und geht arbeiten. Aber wehe ihr reißt ein Fingernagel ein....... oha ich sag nur Doomsday!

Wir Männer können uns den Daumen spalten, man kann uns 15 mal anschießen, uns das Fleisch bis zu den Knochen aufschneiden, das heilen wir selbst. Männer sind durchaus bereit sich die tiefsten Schnittwunden selbst zu zunähen. Wir können keinen Knopf vernünftig an ein Hemd oder eine Hose nähen, aber Schnittwunden mit über 20 Zentimeter Länge wollen wir im Notfall selber flicken.

Das kommt wohl daher, das Männer auf Narben und Geschichten stehen. Wenn wir im Jahre 2055 im Alter von 80 Jahren von unseren Enkeln gefragt werden woher denn diese Narben stammen, dann hat unsere Stunde geschlagen. Mit Stolz geschwellter Brust werden wir unsere Enkel dann zur Seite nehmen und es wird zu folgender Unterhaltung kommen - in die sich leider aber auch unser Frauen einmischen werden:

ICH: Ach weißt du Bub, damals, noch im letzten Jahrtausend, in der dunklen Zeit, als wir für ein bisschen Strom noch Atomkerne mit der Hand gespalten haben, da war das Leben noch eine Herausforderung. Wir haben damals scheinbar unmögliches geleistet. Terroristen in den unendlichen Weiten Afghanistans gejagt, wir haben die Diktatur Angela Merkel bekämpft und einen Großflughafen in Berlin gebaut.

Frau: Ja erzähl net wieder so nen Mist. Terroristen gejagt, das ich net lach. Dich hättens gar net mit genumma, weilsa Angst ghabt hän, dass der selber nei dein Fuß schießt. Und er war ja so politisch engagiert, mitm Nachbarn drunten auf der Terassen bei Saufen hams diskutiert. Subber! Na und der Flughafen in Berlin. Als du des letzte mal in Berlin warst, hams no net a mol angfangt ghabt mit dem Bau.

ICH: Natürlich hams no net mit angfangt gahbt, ich hab ja erst den Bauplatz vermessen, alleine, mit einem 2 Meter Maßstab.

Frau: Ja du Rindviech, als des gmacht worn is warst du mit Erkältung im Bett gelechen und hast gjammert dasd sterben musst.“

ICH: Nix Erkältung. Da hab ich mich während des arabischen Frühlings in Ägypten mitm Ebola-Virus infiziert.

Frau: Von wechen arabischer Frühling, i glaub du hast geistigen Winter. Nen Schnupfen hast ghabt du Schmarrer! Die Narben hat er sich gholt, weil er sein Namen tanzen wollt und dabei die Treppen nunter gfallen is. Aber net amol des hat er gscheid könnt, weil er selbst in der Waldorfschul duchrgfallen is.“

Ja, ich freue mich jetzt schon auf diese Gespräche über die gute alte Zeit.

Zu Schluss kommen wir zum eigentlichen Thema zurück, das hier war....äh ach ja, die Erkältung – der sichere Tod des Mannes. Natürlich fragt man sich, woher man bei Außentemperaturen von fast 30 Grad eine Erkältung bekommt. Wer vor kurzem meinen Bericht mit dem Titel „Von Ventilatoren und Pinguinen“ gelesen hat, wird die Ursache schnell erkennen können. Ventilatoren sind zwar eine schöne Sache, besonders im Sommer in einer Dachwohnung, aber so ein Gerät birgt halt auch Gefahren. Ich habe nun die Teufelsmaschinen umgehend abgeschaltet bevor der Gerichtsmediziner eine Diagnose stellen muss: „Aha, eindeutig – erfroren!“

Freitag, 12. Juli 2013

Die NSA, Heidi und ich - Germanys next Top Terrorist

Wenn man einen Blog im Internet schreibt, ist man ja auch neugierig und schaut wer das so liest. Also man sieht jetzt keine Namen, aber die Quellen und die Länder von wo aus darauf zugegriffen wird. Die Jungs von Google+ machen das einem recht einfach, in dem sie dies einfach in den Statistiken anzeigen.

Jetzt sieht meine Statistik folgendermaßen aus:




1565 Klicks aus den USA? Moment mal, ich kenne schon den ein oder anderen in den Staaten, der auch der deutschen Sprache mächtig ist, aber das ist nun doch etwas zu viel.

Jetzt frage ich mich natürlich, wo kommt diese Zahl her? Aha, denke ich mir da hat doch nicht etwa der amerikanische Geheimdienst NSA zugeschlagen. Da bin ich ja stolz wie Oscar, wenn ich nur daran denke. Ein Mitarbeiter, vermutlich sogar ein Agent, ach was sag ich, bestimmt ein Special-Agent der National Security Agency liest meinen Blog? Donnerwetter!

Meine Euphorie über diesen Besucher hat dann aber doch schnell nachgelassen. In meinem Blog sind bisher 34, das ist jetzt Nummer 35, Einträge. Durch meine Bekannten in den USA und ein paar Zufallsklicks, ziehe ich 165 davon ab, bleiben immer noch 1400 Aufrufe übrig. Das gibt mir doch etwas zu denken.

Das bedeutet doch, dass dieser Superspecial-Agent, rein rechnerisch gesehen, jeden der 34 Einträge ca. 41 mal aufrufen mußte bevor er geschnallt hat um was es geht. Ich wusste gar nicht, dass es in Amerika auch Waldorfschulen gibt. Welche Qualifikation braucht jemand der NSA-Agent werden möchte?

Wie laufen denn da die Auswertungen der Bewerbungsschreiben?
Kann er lesen? Etwas.
Kann er schreiben?  Bedingt
Rechnen? Puhhhhh
Was kann er denn? Moment....ah ja, da steht was. Er kann perfekt seinen Namen tanzen.
Qualifiziert, nehmen wir!

Und dieser Geheimdienst soll fast die ganze Welt ausspioniert haben? Da mach ich mir jetzt überhaupt keine Sorgen mehr, dass die NSA alle Telefonate und Sonstiges abhört. Bei dem Arbeitstempo und der Intelligenz sind die gerade mal bei den Protokollen aus dem Jahr 1974 angekommen und haben ermittelt, das Deutschland Weltmeister geworden ist. Was die gerade als geheim einstufen, steht bei uns in den Geschichtsbüchern. Ich möchte nicht dabei sein, wenn der in 30 Jahren feststellt, das die Sowjetunion zusammen gebrochen ist.

Ich möchte dies jetzt mal nutzen, um den lesenden Agenten persönlich anzusprechen. Um sicher zu gehen, dass dieser auch diesen Eintrag liest, muss ich erstmal ein paar Schlagwörter verwenden. Fangen wir mit Bombe an, machen weiter mit al-Qaida, Anschlag, Washington und runden das ganze mit Pentagon ab. Das kommt bei US-Geheimdiensten immer gut an.

So, da ich jetzt hoffentlich die ungeteilte Aufmerksamkeit des NSA Agenten habe möchte ich ihm folgendes sagen:

Mein lieber Herr Superspecial-Agent, wer 41 Aufrufe pro Text braucht, der sollte eventuell darüber nachdenken, ob er vielleicht nicht optimal nach seinen Fähigkeiten eingesetzt wird. Ich möchte Ihnen ja nichts unterstellen, aber ich bin davon überzeugt, dass Sie zu blöd sind ein Loch in den Schnee zu pissen. Mit Ihrer Qualifikation hätten sie zwar gute Chancen in Deutschland Spitzenpolitiker zu werden, aber für einen Agenten sind Sie schlichtweg einfach zu doof. Da Sie aber scheinbar Ihren Namen vollständig tanzen können, gebe ich Ihnen einen Tipp. In Amerika läuft gerade die 8. Staffel von America got Talent, eventuell hätten Sie da eine Chance. Erleichternd für Sie sollte der Umstand sein, dass in dieser Show unsere Heidi Klum in der Jury sitzt. Die gute Heidi darf im deutschen Fernsehen junge talentfreie Mädels casten, die es eben so mal schaffen geradeaus zu laufen und ihr setzt sie in die Jury einer Talentshow. Das mein lieber Herr Agent, scheint Ihre Chance zu sein was sinnvolles zu machen. Lassen Sie sich dies nicht entgehen.

Herzlichste Grüße,
Germanys next Top Terrorist

Zum Schluss fällt mir ein, falls ein BND-Mitarbeiter oder gar jemand vom deutschen Verfassungsschutz diese hier lesen sollte ist hier eine Anleitung zu weiteren Verfahren.

Sie müssen den Text jetzt ausdrucken, dann nehmen Sie den Ausdruck aus dem Gerät und heften diesen ab, das ist für die Akte. Das macht man für gewöhnlich in einem Ordner. Das Ding was beim ablegen so laut ist, nennt man Schredder oder Aktenvernichter. Wie der Name eigentlich schon sagt, nicht geeignet zum aufbewahren von Unterlagen. Falls es nicht klappt, America got Talent gibt es auch in Deutschland, da nennt man es „Das Supertalent.“ Vielleicht kommt da ja auch noch mal eine Fortsetzung.

Sonntag, 23. Juni 2013

Von Ventilatoren und Pinguinen

Jetzt ist sie nun endlich da, die Sommerhitze. Manche mögen sich dafür ja begeistern können, ich gehöre nicht dazu. Grund dafür ist einfach, ich wohne in einer Thermo-Dachwohnung.

Der ein oder andere wird sich jetzt sicher fragen: „Hä, wasn des?“ Meine Dachwohnung ist wohl mit High-Tech ausgerüstet, denn sie hält im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze schön im Inneren fest. Woher die Wohnung weiß das Sommer oder Winter ist habe ich noch nicht herausgefunden. Kurzum, unterm Dach habe ich eine gefühlte Temperatur von 50 Grad.

Da ich nicht zu den Menschen gehöre, die Hitze gut vertragen....ab 25° Celsius gibt es Menschen die können schneller stehen als ich gehen, bleiben da einem nur wenig Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit wäre den Sommer in der Antarktis zu verbringen. Problem hierbei, wenn der Unterfranke im Wetterbericht hört, dass eine drei prozentige Chance darauf besteht, dass in drei Tagen Schnee fallen könnte, verlieren wir spontan die Fähigkeit ein Kfz auch nur ansatzweise vernünftig führen zu können. Somit haben wir Unterfranken ein eher gespaltenes Verhältnis zu Schnee, Eis und Pinguinen, daher fällt diese Option aus. Gleiches zählt für die Arktis nur ohne Pinguine.

Die Möglichkeit zwei besteht darin, sich eine Klimaanlage in die Wohnung zu stellen. Der Grundgedanke ist ja schon mal nicht schlecht, Haken an dieser Lösung: Strompreise. Als E.ON Bayern-OpferKunde wäre das so, als würde ich einen Ferrari dadurch zum stehen bringen, indem ich immer gegen eine Wand fahre. Effektiv, aber auf Dauer etwas kostspielig. Eine dies bezügliche Anfrage beim örtlichen Kindergarten, mir ihre dort von ihren Eltern abgestellten Plagen für ein Strom produzierendes Laufrad ausleihen zu dürfen, wurde kategorisch abgelehnt. Selbst mein Argument für die körperliche Betätigung der Mini-Pestilenzen wurde hier nicht berücksichtigt. Schade eigentlich!

Die dritte und letzte Möglichkeit, sind Ventilatoren. Relativ kostengünstig in der Anschaffung und im Stromverbrauch, aber mit dem Haken des Raumfaktors. Deckenventilatoren sind bei meiner Dachwohnungen eher ungeeignet, außer man nimmt in kauf, ständig von selbigen freundliche Schläge auf den Hinterkopf zu bekommen. Gut, die meisten die mich persönliche kennen, würden an dieser Stelle behaupten, der Schaden wäre hierbei nicht so gravierend, aber durchaus unangenehm. Somit bleiben nur Standventilatoren. Die gibt es schon ab 20 Euro, aber wie bereits erwähnt, schränken sie die Bewegungsfreiheit in einer Kleinwohnung enorm ein.

Letztere Möglichkeit, da ich wie erwähnt Unterfranke bin, somit Pinguine ausfallen und ich weder einen eigenen Ferrari besitze den ich bei E.ON an die Wand fahren könnte, war somit die Lösung meiner Wahl. Nach drei Tagen Hitzewelle ergaben sich nun aber kleinere Schwierigkeiten. Ich war zwar nun gut belüftet auf meiner Couch gesessen, aber Laptop und Festplattenreceiver waren mit dieser einseitigen Lösung wohl nicht einverstanden. Völlig überhitzt stellte letzteres Gerät seinen Betrieb auf Hitzefrei um (Zicke). Die Lösung war einfach, die beiden brauchten zusätzliche Unterstützung. Ein Kühlpad für den Laptop war leider nicht ausreichend, so dass jetzt das Notebook und der Reciver je einen eigenen Ventilator haben, der für die nötige Abkühlung sorgt.

Die nächste Hürde war mein Schlafzimmer. Nach drei Tagen Sommerhitze hat dies den Charakter einer finnischen Sauna auf maximal Leistung. Da blieben mir wieder nur zwei Möglichkeiten: Aufguss über dem Kopfkissen oder wieder die Fahrt zum Elektro-Geschäft um für den nötigen Ventilator-Nachschub zu sorgen. Noch schnell eine paar nette Worte mit der Verkäuferin über Haus, Kinder, Ehemann und sexuelle Vorlieben gewechselt, man kennt sich ja mittlerweile sehr gut (Ventilatoren verbinden), schon war ich wieder auf dem Heimweg.

Da wir, also Laptop, Festplattenreciever und ich, nun relativ gut gekühlt sind kann die nächste Hitzewelle kommen. Wir sind bereit. Das einzige Manko das bleibt, ist dass mein Wohnzimmer dank der Ventilatoren nun ein wenig aussieht wie ein Nordsee-Windpark, nur ohne Wasser. Dafür bin ich nun aber sehr sportlich, da der Weg in die Küche nicht durch einfaches gehen beschritten werden kann, sondern eher die Prägung eines Riesen-Slaloms hat. Was allerdings durchaus witzig ist, jedes mal wenn ich an so einem scheiß Ventilator hängen bleib und das blöde Ding umfällt, erklingt sofort im Hintergrund die Melodie vom Domino-Day. Da ich in der Nähe von Grafenrheinfeld aufgewachsen bin, habe ich zu Kettenreaktionen das gleiche Verhältnis wie zu Pinguinen – es ist gespalten.

Zum Schluss möchte ich die Nebenwirkungen aber nicht unerwähnt lassen. Durch die vielen Ventilatoren und der daraus entstehenden Kälte in meiner Wohnung fährt der E.ON Berater, der mir meinen Stromtarif aufgeschwatzt hat, nun einen Ferrari und ich muss mein Bett mit drei Pinguinen teilen. Subber!


Dienstag, 12. Februar 2013

Wir haben fertig!

Na da bin ich doch heute mal aus allen Wolken gefallen. Das ich so was noch erleben durfte. Bei der Schlagzeile dachte ich erst an Star Wars – Das Imperium schlägt zurück, dabei hab ich das ganz falsch verstanden, die Meldung lautete: Der Imperator Papst tritt zurück.

Hunderte Pfarrer und Bischöfe haben erstmal erleichtert auf geatmet. Bei Sensations-Nachrichten aus der Ecke der Kirche fangen die zurzeit immer kollektiv das schwitzen an, weil sie befürchten man ist ihnen und ihren pädophilen Neigungen auf die Schliche gekommen. Puuuuh, Glück gehabt es ist nur der Papst zurückgetreten.

Wie kommt ein Papst auf die Idee zurückzutreten? Mein erster Verdacht war ja, dass ein Journalist ihm beim abschreiben der Zehn Gebote erwischt hat, daran lag es dann aber wohl doch nicht. Laut Aussage aus dem Vatikan liegt es an seinem hohen Alter. Ach? Nur gut, dass er bei seiner Wahl noch ein junger Hüpfer war. Der Mann hatte doch schon bei seinem Amtsantritt das Verfallsdatum weit überschritten. Daran kann es doch nicht wirklich liegen. Na gut, ab einem gewissen Alter beginnt nun mal der geistige Verfall, aber solange er nicht glaubt, dass die Sixtinische Kapelle eine bayrische Alpenrockband ist oder er eine email Adresse mit Namen urbi@orbi anlegt ist doch alles im grünen Bereich. Das Päpste unverständliches und wirres Zeugs reden sind wir doch gewohnt. Johannes Paul II. war Pole und Benedikt ist Oberbayer, dies macht sprachlich keinen großen Unterschied für den Rest der Welt.

Jetzt dachte ich doch aber, dass die Päpste eigentlich schon die Arbeitsverträge der Zukunft haben. Da steht bei der Laufzeit, bis das der Tod uns scheidet. Nix da, er schmeißt die Mitra ins Eck, parkt das Papa-Mobil und macht jetzt....ja was eigentlich. Was macht ein Papst der nicht mehr mitspielen möchte? Wird der jetzt wieder ein Kardinal, oder ist er ganz raus aus der Nummer? Es würde doch nicht einer gewissen Komik entbehren, wenn er nun nicht mehr dem Zölibat unterliegt – jetzt wo er dann dürfte, aber entweder nicht mehr kann oder nicht mehr weiß was er jetzt wieder darf. Kann in dem Alter ja durchaus passieren.

Was bekommt ein Papst der bei der Kirche nicht mehr brav mitmachen möchte an Rente? 30 Silberlinge? Sieht die Kirche so was wie Rente überhaupt vor, oder stehen jetzt demnächst in den Kirchen so kleine Spendenkartons herum mit der Aufschrift: Rente für Ratzi?

Ich würde ihm ja eine Kochshow im Fernsehen geben, Titel: Ratzi kocht oder das perfekte Abendmahl. Mein Favorit wäre allerdings: Das Benedikt-Dinner. (Da braucht man jetzt schon Mittlere Reife um den zu verstehen!) Als Kochpartner stellt man ihm Alfons Schuhbeck zur Seite. Zusammen bringen die dann Gerichte wie Oblaten-Braten mit Ingwer-Klösen in Messwein oder so was in der Art. Vielleicht wird er aber auch Fabrikant von Vibratoren für Nonnen. Die werden dann angetrieben mit Energie aus „ZÖLIBADerien.“ Aber Vorsicht mit christlichem Liebsspielzeug, da soll es ja schon vor ca. 2000 Jahren zu neunmonatigen Problemen gekommen sein. Wie passend das auch Benedikt XVI. zufällig mit Vornamen eigentlich Josef heißt. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Dienstag, 1. Januar 2013

Meine Neujahrsansprache

So, jetzt ist es also da, das Jahr 2013. Das ausgehende Jahr 2012 war ja doch sehr enttäuschend.
Kein Weltuntergang!

Ich war ja so was von stocksauer. Da freust du dich monatelang auf dieses Ereignis. Du rechnest fest mit 1200 Grad heißen Lavaströmen die den Straßen entlang laufen und dann?

Ich stand unten auf der Straße, habe nach links geguckt – keine Lava, habe nach rechts geguckt – keine Lava, nicht mal einen heißen Asche Regen von oben hat es gegeben. Stattdessen stand ich da, auf der Straße, total verloren, zusammen mit meinem Schneeschieber, subber.

Kann sich noch jemand an den Film 2012 erinnern? Herr Emmerich, wir müssen reden. So läuft das nicht!

Na ja, Thema Wechsel. Von Enttäuschungen und Weltuntergang auf Angela Merkel zu wechseln ist nicht sehr schwierig – ok, es ist auch nicht wirklich ein Themawechsel.

Hat sich jemand die Neujahrsansprache von der „Guten“ angehört? Nach zwei Minuten habe ich gedacht, das war die selbe wie letztes Jahr. Der Sender hat die Rede von 2011 einfach wiederholt. Habe die ganze Zeit drauf gewartet, dass Philipp Rösler ins Bild läuft und fragt: „the same procedure as last year?“ Aber nein, es war doch eine andere Rede.

Die Kanzlerin sieht 2013 als ein schweres Jahr für Deutschland aber sie hat große Hoffnung. Bla bla bla......

Subber, was soll sie auch anderes sagen? Schluckt Schlaftabletten, schneidet euch die Pulsadern auf, das Jahr 2013 wird eh scheiße? Kurzum, sie hat wieder ne ganze Zeit geplappert, aber nix gesagt. Na wenigsten darauf kann man sich verlassen.

Zusammenfassend stelle ich fest, dass das menschliche Gehirn ein wirkliches Wunder der Natur ist. Es arbeitet 365/366 Tage im Jahr, immer und überall, Tag und Nacht bis zu dem Moment, an dem der Mensch Politiker wird, dann schaltet es automatisch ab und der Darm übernimmt die Kontrolle. Was mich zu der Erkenntnis bringt, dass in jedem Politiker etwas Gutes steckt und wenn es nur ein Küchenmesser ist, oder ein Projektil.

Rückblickend auf die Politik im Jahr 2012 schlage ich vor, mit Stacheldraht alle Regierungsgebäude zu umzäunen und vorne über dem Tor hängen wir ein Schild mit der Aufschrift: „Regieren macht frei!“

Apropos dämlich, wer Kinder hat muss damit rechnen, das am Silvesterabend nebenher im Fernsehen Dinge wie die Ultimative Chart Show laufen. Abgesehen davon, dass die Musik seit längerem schon eher einer Körperverletzung als Musik gleich kommt hat RTL wieder mal eindrucksvoll bewiesen, wie hoch der IQ des RTL-Zuschauers ist. Da kommt doch tatsächlich am Anfang und am Ende der Werbepausen ein Gewinnspiel, dessen Gewinnfrage sich so darstellt:

Das Wort „Silv_ster“ wird dem RTL-Zuschauer so vorgegeben und nun muss dieser raten welcher Bergriff gesucht wird. Ich habe es mit Aschermittwoch probiert, war leider zu lang. Eindrucksvoller kann man nicht beweisen, dass Alkohol einen erheblichen Teil der Gehirnzellen abtötet, aber dass mann auch ohne Hirn überleben kann, das war für mich eine völlig neue Erkenntnis. Aber zum Glück bekommen wir ja nur Ekelbilder auf Zigarettenschachteln und nicht auf Schnapsflaschen.

Na gut, wer Oliver Geissen für alle Menschen sichtbar auf Schnapsflaschen druckt, macht sich bestimmt irgendwie strafbar, aber das ist dann auch schon wurscht. Es ist ja nicht so, das man uns nicht vor Alkohol und seinen Folgen gewarnt hätte, von körperlichen Schäden bis hin zum Tod. Ja, Alkohol tötet Menschen, aber wenn ich so manche Eltern sehe die Kinder haben, frage ich mich, wie viele Menschen existieren überhaupt nur, weil es Alkohol gibt. Was mich doch gleich wieder zum RTL-Zuschauer bringt. Der Kreis schließt sich.

Rückblickend auf das Jahr 2012 und unter Einbezug der Zukunftsaussichten möchte ich hier meinen letzten Lichtblick den ich habe so formulieren: „Noch ist nichts verloren!“